Trends bei Koordinatenmessgeräten Multisensorik statt rein taktiler Methoden - Quality Engineering

Trends bei Koordinatenmessgeräten

Multisensorik statt rein taktiler Methoden

Taktile Messtaster haben noch lange nicht ausgedient, doch auf der Control 2015 werden zunehmend optische, berührungslose Technologien für Koordinatenmessgeräte zu sehen sein. In Kombination mit taktilen Messtastern geht der Trend somit zu Multisensorgeräten Bild: Schall
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Die Koordinatenmesstechnik wandelt sich: Auf der Control 2015 werden zunehmend optische, berührungslose Technologien für Koordinatenmessgeräte zu sehen sein. In Kombination mit taktilen Messtastern geht der Trend somit zu Multisensorgeräten.
„Wir verzeichnen eine steigende Nachfrage nach optischen und Multisensorgeräten, welche für bestimmte Anwendungen eine höhere Produktivität für den Kunden ermöglichen als rein taktile Verfahren“, sagt Martin Fischer, Leiter Marketing/Strategie bei Carl Zeiss Industrielle Messtechnik (Halle 3, Stand 3302). Karl Jürgen Lenz, Geschäftsführer von OGP Messtechnik (Halle 1, Stand 1110), bestätigt dies: „Der heutige Trend zeigt eindeutig zur umfangreichen Verwendung von Multisensorsystemen. Diese Systeme bieten eine höhere Flexibilität gepaart mit umfassenderen und genaueren Messmöglichkeiten.“
Wie heiß Multisensorik derzeit ist, zeigt sich auch daran, dass das Fraunhofer IPA sein Eventforum auf der Control in diesem Jahr explizit diesem Thema widmet. Auch andere Hersteller von Koordinatenmesstechnik sehen die Entwicklung zu optischen und Multisensorgeräten: „Durch den Trend, immer schneller zu produzieren, steigen permanent die Anforderungen an Messlösungen, die Messzyklen zu verkürzen. Signifikante Verbesserungen sind in der Regel nur durch den Einsatz optischer Messverfahren zu erzielen“, betont Frank Wenzel, Geschäftsführer der Wenzel Group (Halle 5, Stand 5204). Die Highlights des Unternehmens auf der Control 2015 stammen deshalb auch aus dem Bereich der berührungslosen Messtechnik: Dazu gehört der 3D-Streifenlichtprojektions- und Bildverarbeitungssensor Phoenix, der sich auf dem 5-Achsen-Fertigungsmessgerät Core einsetzen lässt. Wenzel: „Dieses System ermöglicht unseren Kunden wesentlich kürzere Durchlaufzeiten im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen.“ Dies liegt zum einen an der optischen Messtechnik, aber auch an der Leistungsfähigkeit des 5-Achsen-Messsystems: „Damit erreichen unsere Kunden sehr schnelle Scangeschwindigkeit ohne Genauigkeitsverlust. Wir konnten in Projekten Durchsatzsteigerungen von 690 % nachweisen“, so Wenzel.
Zeiss hat seine Multisensorik-Baureiche O-Inspect zur Control 2015 komplett überarbeitet. „Mit neuen Größen, Varianten und Optionen bieten wir unseren Kunden noch mehr Flexibilität und mehr Produktivität für ihre individuellen Anforderungen“, erklärt Fischer. Weitere Neuerungen betreffen das Koordinatenmessgerät Duramax, das nun in der Ausführung HTG erstmals für raue Fertigungsumgebungen, verfügbar sein wird sowie die neue Maschinenbaureihe O-Select für den Bereich der digitalen optischen 2-D Messtechnik.
Auch Werth Messtechnik (Halle 7, Stand 7102) entwickelt die Koordinatenmesstechnik kontinuierlich weiter – nachdem das Unternehmen vor zehn Jahren das erste Gerät mit Röntgen-Computertomografie auf den Markt gebracht hat. „Heute ist diese Technik aus der Qualitätssicherung kaum noch wegzudenken“, erklärt Dr. Ralf Christoph, Inhaber und Geschäftsführer von Werth Messtechnik. Auf der Control 2015 stellt das Unternehmen verschiedene Neuerungen aus dem Bereich Multisensorik vor: So wird die Gerätepalette mit mehreren Sensorpinolen durch Geräte mit großem Messbereich ergänzt. Die neue Ausführung des Werth Fasertasters ist schnittstellenkompatibel zu vielen anderen Sensoren. Hierdurch kann die Ergonomie verbessert und der Messbereich besser ausgenutzt werden.
Mit Werth Multisensor-Koordinatenmessgeräten lassen sich nun außerdem Rauheit, Welligkeit und Kontur in beliebiger Richtung messen: Mit Hilfe der neuen Werth Magnetschnittstelle WMS wird der Werth Contour Probe WCP nun direkt vor dem optischen Strahlengang adaptiert, so dass der kombinierte Messbereich im Multisensorbetrieb vollständig erhalten bleibt. Das spezielle Führungssystem des WPC erlaubt im Gegensatz zu klassischen Tastschnittgeräten das Scannen in beliebigen Schnitten ohne Vorzugsrichtung. Darüber hinaus bietet der WCP die Möglichkeit, CNC-gesteuert und in Werkstückkoordinaten zu scannen.
Auch bei Nikon Metrology (Halle 7, Stand 7412) sieht man den Trend zu Multisensorgeräten: Der Schwerpunkt in der Messtechnik liegt, mit einem stetig steigenden Bedarf an schnelleren und präziseren Messungen, klar auf der Produktivität. Für die KMG-Messung erwarten wir daher, dass neue Geräte sowohl mit berührungslosen Scannern als auch mit Messtastern ausgestattet werden“, sagt Renaat Van Cauter, Director Marketing Communication.
Benutzer seien in erster Linie auf der Suche nach besseren Einblicken in ihre Produkte und Prozesse. Wegen der erhöhten Komplexität der Teile, der neuen Designs und kürzeren Lebenszyklen, müssen die richtigen Informationen auf dem schnellsten Weg generiert werden. Die neue Generation der Nikon Laserscanner messe schneller und biete umfassendere Analysedaten. Dazu gehören beispielsweise die Altera Koordinatenmessmaschinen, welche die neuesten Laserscanner und automatisierte Scan-Lösungen verwenden. Sabine Koll
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