Bildverarbeitung optimiert die Montage von Druckplatten Hochpräzise montiert - Quality Engineering

Bildverarbeitung optimiert die Montage von Druckplatten

Hochpräzise montiert

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Die passgenaue Montage der Druckplatten ist einer der wichtigsten Arbeitsschritte im Flexo-druck-Verfahren. Ein italienischer Hersteller von Montagemaschinen setzt zur Überwachung der präzisen Zylindermontage auf eine digitale Bildverarbeitungslösung mit hoher Auflösung, einer Echtzeit-Bildübertragung und voller Kamera-Steuerung über ein einziges Ethernet-Kabel.
Flexodruck-Pressen sind große Druckmaschinen, die sich sehr gut zum schnellen und kostengünstigen Drucken von High-End-Grafiken eignen. Das Rollenrotationsdruckverfahren verwendet bis zu zehn Zylinder für alle Farbtöne und arbeitet mit flexiblen Druckplatten, die aus Fotopolymer oder Gummi gefertigt sind, sowie mit niedrigviskosen Farben. Die im Hochdruckverfahren genutzten erhöhten Bereiche der Druckplatte sind bildübertragend, während die Struktur des Drucksystems einfach gehalten ist, was auch für das Tiefdruckverfahren gilt.
Der Flexodruck bietet verschiedenste Anwendungsmöglichkeiten. Da große Aufträge sehr schnell ausgeführt werden können, können Flexodruck-Pressen auf nahezu jedes Material drucken, wie Papier, Folie und Metallfolien. Es handelt sich dabei um Rollendruckmaschinen. Das bedeutet, dass ihnen ununterbrochen Material von großen Materialrollen zugeführt wird. Dadurch können im Durchschnitt mehr als 100 m pro Minute gedruckt werden, was mehr als 6 km Material pro Stunde entspricht.
Aufgrund der Schnelligkeit des Druckprozesses und der Menge der verschiedenen Druckschritte stellt die exakte Befestigung der Druckplatten und Klischees auf dem Zylinder einen wichtigen Arbeitsschritt dar. Um Formstabilität, hohe Rundlaufgenauigkeit und Produktivität ohne Stillstandszeiten zu gewährleisten, bieten Flexodruck-Montagemaschinen ein integriertes, mit einer Kamera ausgestattetes Überwachungssystem zur Übersicht, Überwachung und Anpassung der Klischeemontage, das sich auf Referenzpunkte wie Mikrodots oder Kreuze stützt. Eine bildverarbeitungsbasierte Anwendung steuert die Ausrichtung der registrierten Marker auf den Flexodruck- und Rollendruckzylindern, um Qualität und eine hohe Präzision während des Druckprozesses zu gewährleisten.
Für einen der großen italienischen Hersteller von Flexodruck-Maschinen war es an der Zeit, seine Montagemaschinen mit hochmodernen technische Standards und höchstmöglicher Auflösung und Geschwindigkeit auszurüsten.
Bis zu diesem Zeitpunkt waren Überwachungssysteme im Einsatz, die noch immer eine analoge Verbindung nutzten und nur eine niedrige Auflösung boten. Das Unternehmen wollte seine Flexodruck-Montagemaschinen um Komponenten für die moderne Bildverarbeitung zu erweitern.
Die Firma wandte sich an den Bildverarbeitungsspezialisten Framos, um die komplette Erfassungsplattform von der Kamera bis hin zum Host-PC anzufragen, einschließlich Ingenieurberatung und individueller Anpassungen zum Einbau der Lösung. Es sollte zunächst ein Gerätetyp aktualisiert werden, mit dem Ziel, zukünftig das gesamte Portfolio an Montagemaschinen für den Flexodruck zu modernisieren.
Das neue System musste für die Ingenieure und Entwickler auf Kundenseite vier wesentliche Anforderungen erfüllen: Am wichtigsten war eine hohe Geschwindigkeit und hohe Auflösung sowie an eine Kamera, die eine hohe Megapixelzahl und hohe Bildrate bietet. Für eine latenzfreie Übertragung der erzeugten großen Datenmengen wurden auch schnelle digitale Schnittstellen benötigt, um basierend auf individuellen Spezifikationen die volle Kontrolle über die Kamera zu gewährleisten.
Kamerainstallation gewährt Kontrolle über den gesamten Montagevorgang
Ebenso war den Italienern wichtig, einen großen Überwachungsbereich von verschiedenen Kamerainstallationspunkten und Blickwinkeln aus zu überblicken – und damit die Kontrolle über den gesamten Montagevorgang mit hochqualitativem, optischem Zoom und aus verschiedenen Entfernungen und Perspektiven zu haben. Zudem musste die Lösung flexibel in Bezug auf die Anpassung des Fokus und des Zoomfaktors sein und zu einem bezahlbaren Preis als OEM-Paket zur Verfügung stehen.
Framos wählte die Sony FCB-EV7500-Blockkamera als Basiskomponente des Überwachungssystems. Mit einem schnellen 2,4-MP Sony Exmor CMOS-Bildsensor und einem Autofokus-Zoomobjekt mit 30-fachem optischen Zoom liefert die Kamera die hohe Bildqualität, die in Full-HD benötigt wird und bietet einen hohen Dynamikbereich für aussagekräftige Bilder. Der dazugehörige externe Framegrabber, das Pleora iPORT SB-GigE OEM Kit, ermöglicht die Verwendung der Sony Kamera als GigE Vision-Kamera.
Die Schnittstelle kann die Kamera über einen digitalen Kanal steuern und Videos in voller Auflösung mit der maximal unterstützten Geschwindigkeit übermitteln. Durch die Verwendung von GigE-Verbindung und GigE-Kabel bleibt die Latenz dabei niedrig und vorhersagbar. Der Industrie-PC M110 von Tattile kann bis zu sechs Kameras mit verschiedenen Blickwinkeln betreiben. Hierbei handelt es sich um ein PoE-Gerät (Power over Ethernet), dessen Stromversorgung über einen gemeinsamen, dedizierten Ethernet-Kanal erfolgt. So ist es möglich, die volle Kontrolle über den Zoom und den Fokus jeder einzelnen angeschlossenen Sony Blockkamera zu besitzen und mit nur einer einzigen Kabelverbindung gleichzeitig die Stromversorgung zu gewährleisten.
Das italienische Framos-Team am Standort Monza verwirklichte dieses komplizierte Projekt innerhalb von nur drei Wochen. Zu Beginn wurden die Anforderungen sowie die Anwendungsparameter und -bedingungen genauestens analysiert, was viel mehr mit sich brachte, als nur die Auswahl der Produkte. Framos identifizierte die am besten geeigneten Produkte und stellte Prototypen mit Anpassungen und individuellen Adaptionen her. Die Ingenieure des Bildverarbeitungsspezialisten realisierten eine maßgeschneiderte Entwicklung der Systemummantelung und des Gehäuses, welches auch in einer kundenspezifischen Farbe eloxiert und veredelt werden kann.
Zusammengefasst bietet das Überwachungssystem für eine hohe Auflösung und ein schnelles Bildverarbeitungssystem mit Kamerabildübertragung und volle Steuerung der Objektive über ein einziges Ethernet-Kabel (Strom über Ethernet).
Das System überträgt hochauflösende Bilder mit der maximalen Rate, die von der Blockkamera unterstützt wird. Kabellängen von bis zu 100 m sind möglich, wobei eine niedrige, vorhersehbare Latenz gewährleistet ist. Das System bietet ein vollständig anpassbares individuelles Gehäuse.
Dank des Sony Block-Bildverarbeitungssystems von Framos erreichte der italienische Hersteller von Flexo-druck-Montagemaschinen eine leistungsfähigere und präzisere Anpassung mit erhöhter Auflösung und erhöhtem Zoomfaktor. Die Lösung wird derzeit für Flexo-druck-Anwendungen sowie für visuelle Prüfmaschinen für Druckprozesse und Komponententests genutzt. ■

Die Autorin
Ute Häußler
Corporate Communications
Framos
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