Lebensmittel-Qualität Skandal! Welcher Skandal? - Quality Engineering

Lebensmittel-Qualität

Skandal! Welcher Skandal?

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Der Pferdefleischskandal hat wieder einmal die Diskussion um die Qualität unserer vor allem industriell erzeugten Lebensmittel entfacht. Ist dies die ganze Aufregung wert? Die Redaktion der Quality Engineering hat dazu unterschiedliche Meinungen.

Nichts als Etikettenschwindel
Ich habe nichts gegen Pferde. Wirklich nicht. Auch nicht auf dem Teller. Für Rheinischen Sauerbraten bin ich jederzeit zu haben – und der besteht traditionell aus Pferdefleisch. Insofern finde ich nicht viel dabei, wenn auch für Lasagne, Köttbullar & Co. Pferdefleisch verarbeitet wird. Deshalb halte ich den Pferdefleisch-Skandal für reichlich überzogen. Das Fleisch ist doch nicht gesundheitsschädlich. Bei den Schlagzeilen in der Tagespresse hatte ich jedes Mal Angst, eines jämmerlichen Todes zu sterben, wenn ich bei Ikea nur einen Fleischklops verdrücke. Keine Sorge, die esse ich eh‘ nicht. Denn ich will gar nicht wissen, welche Inhaltsstoffe noch in dieser schwedischen Nationalspeise stecken. Um die Wirkung von Geschmacksverstärkern oder Aromastoffen in Fertiggerichten mache ich mir persönlich nämlich mehr Gedanken als um den Etikettenschwindel Pferdefleisch. Weshalb ich am liebsten selbst koche. Dann weiß ich wenigstens, welche Qualität bei mir auf den Tisch kommt – gerne auch Pferdefleisch. ■

Wunder Punkt getroffen
Gegen den Genuss von Pferdefleisch ist gar nichts einzuwenden. Es gibt Menschen, für die sind etwa Pferdewürstchen die reine Delikatesse. Und das ist auch in Ordnung so. Im Skandal um Pferdefleisch in Hackfleischbällchen und Fertig-Lasagne geht es um etwas anderes: die Diskrepanz zwischen Verpackung und Inhalt. Nur die Rohstoffe, die auf den Lebensmittelprodukten aufgelistet sind, sollten auch in ihrem Inneren zu finden sein. So einfach ist das. Der Skandal trifft dabei einen wunden Punkt in der Branche. Viele Verbraucher fühlen sich ohnehin schon betrogen, wenn sie lesen, was auf den Dosen, Kartons oder Flaschen geschrieben steht, die sie aus dem Supermarkt-Regal ziehen. Die Lebensmittelindustrie arbeitet mit einer Fülle von Methoden und Technologien, um die Qualität ihrer Produkte zu sichern. Siegel und Zertifikate sollen Vertrauen schaffen. Doch das nützt alles nichts, wenn ein paar Hersteller den Verbrauchern ein Pferd als Rind verkaufen wollen. Da kann das Wienerle vom Ross noch so lecker schmecken. ■
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