Qualitätspreis NRW 2001

Der Weg zum Erfolg

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In dem voll besetzten großen Saal des Universitätsclub Bonn vergab Wirtschaftsminister Ernst Schwanhold am 7. November 2001 den Qualitätspreis NRW. Der zum sechsten Mal vergebene Preis honoriert langfristiges und effektives Engagement im Bereich des Qualitätsmanagements. Schwanhold: „Das Merkmal Qualität wird mehr und mehr als Wettbewerbsfaktor erkannt.“ Das Thema für die diesjährigen Bewerber lautete: Unternehmen stärken durch Qualitätsmanagement.

Die Jury konnte aus 25 Bewerbern acht Unternehmen für die Endrunde auswählen und daraus drei Preisträger küren. Dieses Jahr neu ist die Gleichstellung der drei Preise. Die bisherige Einordnung in die vier Bereiche Handel, Dienstleistung, Industrie und Handwerk entfällt. Sie gilt als nicht mehr zeitgemäß, da sich vermehrt Organisationen für den Preis interessieren, deren wirtschaftliches Denken sich erst in den letzten Jahren entwickelt hat, wie Verwaltungen und Soziale Einrichtungen.

Neu ist auch, dass sich nun nicht mehr nur die klassischen Qualitäter rund um die Autoindustrie bewerben, sondern dass vermehrt auch Unternehmen aus der Lebensmittelindustrie und aus dem Gesundheitswesen Interesse an diesem Qualitätspreis zeigen. Wie erfolgversprechend, nicht zuletzt in betriebswirtschaftlicher Hinsicht dieser Weg für die Unternehmen ist, zeigen die Studie der Universität von Atlanta für die USA und die Studie Excellence Barometer 2001 über deutsche Unternehmen. Der Erfolg ist nicht begründet durch eine Zertifizierung, sondern durch den Weg, den die zugrunde liegenden Modelle weisen.
Das Unternehmen Jannasch-Berghoff in Remscheid wurde für seine Bewerbung mit dem Thema „Von der Konfektionsware zur Individuallösung – Typgerechte Gestaltung und Fertigung von Brillenfassungen“ ausgezeichnet. Die Zusammenarbeit mit anderen Branchen, wie Metallbauern und Goldschmieden, führte dazu, dass der Geschäftsführer, Herr Berghoff, eigene Fertigungsverfahren zur Herstellung von Brillengestellen entwickeln konnte. Das eröffnete dem Unternehmen neue Märkte speziell in dem Bereich der Randlosbrillen. Auch das Engagement, Kunden über die Grenzen seiner Region hinaus durch die Teilnahme an Fachveranstaltungen zu begeistern, sichert die Existenz des Unternehmens im Konkurrenzkampf mit den marktbeherrschenden Großunternehmen. Die Fleischhof Rasting GmbH in Meckenheim bekam den Qualitätspreis für das Thema „From stable to table – Die gläserne Produktionskette für Fleisch und Wurst vom Landwirt bis zum Verbraucher.“ Bereits vor der BSE-Krise hat das Unternehmen in Anlehnung an die übliche Praxis aus der Automobil-Industrie beschlossen, sich auf einen Lieferanten für Rindfleisch zu beschränken. In Zusammenarbeit mit allen beteiligten Parteien gelang es dem Unternehmen, ein umfassendes Qualitätsmanagement-System aufzubauen, das bis runter zur Aufzucht durchgreift und alle Schritte der Rindfleischproduktion einbezieht. Im Vordergrund steht dabei, einen hohen Grad an Lebens-mittelsicherheit zu garantieren und so das Vertrauen der Endverbraucher zu gewinnen.
Weiterhin erhielt die Qualitätsgruppe des „Wählerverbands Zahnärzte Westfalen e.V.“ (stellvertretend Roderich Blome aus Dülmen und Dr. Michael Sonntag aus Bochum) für das Thema „Gemeinsame Prozessorientierung als sinnvolles Instrument im zahnärztlichen Praxismanagement“ diese Auszeichnung. Ausgehend von der Idee, zahnärztliche Leistungen transparenter zu gestalten und somit Vergleichsmöglichkeiten zu schaffen, entwickelten die Praxisinhaber ein Qualitätsmanagement-System, das auf der Basis beruht, alle Praxen bilden „ein Unternehmen“ und ordnen sich als „einzelne“ Abteilungen in dieses System ein. So können die Eigenheiten der einzelnen Praxen bewahrt bleiben, aber trotzdem ist ein gemeinsam einzuhaltender Qualitätsstandard verbindlich. Das Engagement dieser Gruppe, auch ohne Forderung durch äußere Zwänge ein umfassendes Qualitätsmanagement erfolgreich umzusetzen, sollte allen anderen Berufsgruppen, die in der Regel ähnliche Strukturen aufweisen, ein nachahmenswertes Beispiel geben.
Minister Schwanhold stellte den Bezug zu dem Bundesweit ausgeschriebenen LEP her: „Nicht ohne Stolz kann ich hier vermelden, dass unser nordrhein-westfälischer Qualitätspreis… nicht nur mehr Bewerber zu verzeichnen hat als der Deutsche Qualitätspreis – der so genannte Ludwig-Erhard-Preis –, sondern auch qualifizierte Preisträger hervorgebracht hat, was dem Preis auf Bundesebene in diesem Jahr leider versagt blieb.“ [JG]
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