Startseite » Allgemein »

Roboterassistent erkennt menschliche Gesten

Roboterassistent erkennt menschliche Gesten
Fraunhofer IOF ermöglicht Prüfung per Fingerzeig

3D_Kosyma_mit_Mensch__Fraunhofer_IOF.jpg
3D-Kosyma vermisst eine Autotür, nachdem der Mensch an die entsprechende Stelle gezeigt hat Bild: Fraunhofer IOF
Anzeige
Ein am Fraunhofer IOF mitentwickelter Roboterassistent erlaubt künftig die Interaktion zwischen Mensch und Maschine basierend auf menschlicher Gestik. Das System 3D-Kosyma soll mehr Flexibilität in die Qualitätssicherung bringen.

Peter Kühmstedt steht in seinem Labor am Fraunhofer IOF in Jena, neben ihm lehnt ein unbearbeitetes Karosseriebauteil: eine Autotür. Sie weist eine für das menschliche Auge kaum sichtbare Beschädigung auf – ihre Oberfläche ist durch eine Delle deformiert. Kühmstedt, Abteilungsleiter für Bildverarbeitung und Sensorik am Institut, zeigt mit seinem Finger auf die Stelle, an der er den Schaden in der Außenhaut der Tür vermutet. Ein nahestehender Roboter mit 3D-Sensoren erwacht daraufhin zum Leben. Er erkennt die Fingerposition des Forschers und folgt der angezeigten Richtung.

An der fraglichen Stelle beginnt das Messsystem mit seiner Untersuchung und führt 3D-Messungen durch. Die mit dem Sensor erfassten Daten verarbeitet das System anschließend und gleicht sie mit fehlerfreien Oberflächen ab, um Größe und Umfang des Defektes am Bauteil zu erfassen. Das Ergebnis: Das System findet die Delle und markiert den Bereich, in dem sich der Schaden befindet, mit einem Lichtsignal.

Zwei 3D-Sensoren ergänzen sich

Der Roboterassistent mit dem Name 3D-Kosyma soll Prüfmessungen einfacher und effizienter gestalten und damit die Qualitätssicherung in der Industrie nachhaltig fördern. Er besteht aus mehreren Komponenten: Ein am Fraunhofer IOF entwickelter 3D-Sensor überblickt die ihm gebotene Szene und registriert sowohl die Gestik eines Menschen als auch die präsentierten Teile. Sobald der Roboter über diesen 3D-Sensor erkennt, dass ein Mensch auf einen Gegenstand zeigt, wird ein separater Roboterarm mit einem zweiten 3D-Sensor der Firma INB Vision an dieses Bauteil herangefahren. Dieser übernimmt anschließend den Prüfprozess.

Der Anspruch des Projektes ist es, ein kollaboratives ortsflexibles Prüfsystem zu entwickeln, das die Mensch-Maschine-Interaktion in der 3D-Qualitätssicherung unterstützt. „Uns ging es darum, einen möglichst niedrigschwelligen Umgang zwischen dem Menschen und dem Roboter in der Qualitätssicherung umzusetzen“, sagt Kühmstedt.

Die erste Entwicklungsphase des Roboterassistenten ist abgeschlossen und das System soll nun seinen Weg in die Wirtschaft finden. Dazu werden derzeit Gespräche mit Partnern aus Industrie und Wirtschaft geführt.

Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik IOF
Albert-Einstein-Str. 7
07745 Jena
Tel. +4936418070)
www.iof.fraunhofer.de

Anzeige
Newsletter

Jetzt unseren Newsletter abonnieren

Videos Control 2019

Die besten Videos von der Messe

Quality Engineering
Titelbild QUALITY ENGINEERING 1
Ausgabe
1.2021
LESEN
ABO
Webinare & Webcasts

Technisches Wissen aus erster Hand

Whitepaper

Whitepaper zum Thema QS

Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice
Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de