Restschmutzanalyse von Ölen und Kraftstoffen

Hochflexible Analyse

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Die Thematik Restschmutzanalyse ist auch bei petrochemischen Produkten zum Schlagwort geworden. Das Fuel Technology Centre der SGS Group bietet als zertifizierter und akkreditierter Servicepartner im Rahmen einer neutralen und unabhängigen Qualitätsanalyse von Ölen und Kraftstoffen neuerdings auch eine mikroskopbasierte Restschmutzanalyse zur Untersuchung von Öl- und Bauteilreinheit an.

Die SGS Gruppe
Prüfen, testen und zertifizieren – die SGS Group ist weltweit führend im Bereich von Inspektionen, Verifizierungen sowie Analysen- und Zertifizierungsdienstleistungen. Im Fuel Technology Center mit Sitz in Speyer führt SGS weltweite Kraftstoffstudien durch. „Unsere Labordienstleistungen umfassen das gesamte Spektrum an Analysen von Petroleum- und Petrochemischen-Produkten“, erklärt Dipl. Ing. Bernd Schwarz, Commercial Manager bei SGS Speyer. Alle SGS Labore ( www.sgs.de.com ) arbeiten nach den Grundsätzen der Neutralität und Unabhängigkeit. Dazu Stefan Heppes, verantwortlich für den Bereich Spezielle Analytik: “SGS prüft und zertifiziert, wir stellen aber selbst keine Waren her. Um einen qualitativ hohen Standard zu gewährleisten, sind unsere petrochemischen Labore nach DIN EN ISO/IEC 17025 durch die Deutsche Akkreditierungsstelle Mineralöl GmbH (DASMIN) akkreditiert.”

Prävention statt Rückruf
In der Automobilbranche führen die Kundenforderungen (Langlebigkeit, Leistung, Kraftstoffverbrauch, etc.) zu einer zunehmenden Komplexität und Vernetzung der Bauteile, was erweiterte Prüfungs- und Analyseanforderungen nach sich zieht. Wer hier spart, riskiert teure Rückrufaktionen und Imageschäden. Es gilt als Devise “Prävention statt Rückruf”.
Dazu Heppes von SGS: “Alle technischen Festkörperoberflächen werden in ihrem Bearbeitungs- und Nutzungslebenslauf mehr oder weniger stark mit flächigen anorganischen oder organischen Substanzen und mit Partikeln kontaminiert; man spricht von Restverschmutzung.” Als Folge dieser Kontamination verändern sich u.a. das Benetzungsverhalten, die Reibungseigenschaften, die elektrische Leitfähigkeit, das Korrosionspotenzial oder die optischen Eigenschaften von Werkstoffoberflächen. “Mit verheerenden Auswirkungen”, so Heppes weiter, “denn die Veränderung dieser Parameter führt zu Störungen bei nachfolgenden Fertigungsschritten oder kann später im Feld zum Ausfall der Produkte beitragen.” Für die Zulieferer aus der petrochemischen Industrie und Raffinerien bedeutet dies im Vorfeld sicherzustellen, dass etwaige spätere Verschmutzungen nicht durch ihre Öle und Kraftstoffe hervorgerufen werden. Entsprechend wichtig wird die Analyse von Frisch- und Gebrauchtölproben zur Eignung bzw. Weiterverwendbarkeit mit einem versicherungstechnisch und gerichtlich anerkannten Zertifikat über die physikalisch-chemischen Eigenschaften. Kein Wunder also, dass internationale Normen die Parameter zur Untersuchung der Reinheit von Ölen und Bauteilen festlegen. Dazu Schwarz: “Die Sauberkeit aller schmutzempfindlichen Komponenten, einschließlich Ölen, wird nach internationalen und nationalen Normen spezifiziert.“ Im Bereich der Hydraulikflüssigkeiten und Kraftstoffe gelten vor allem die Normen ISO 4406 und ISO 4407. „Dabei legt die ISO 4406 den Zahlenschlüssel für den Grad der Verschmutzung durch feste Partikel fest, während die ISO 4407 die Bestimmung der festen Verschmutzung nach dem mikroskopischen Zählverfahren bestimmt.“, so Schwarz. Die Analyse der Reinheit von Bauteilen in Flüssigkeitskreisläufen wird im Detail durch den Standard ISO 16232 sowie der Richtlinie VDA 19 beschrieben.
Isolieren, analysieren und klassifizieren
Genaue Informationen über die Natur der Verschmutzung, wie zum Beispiel Partikelanzahl, Partikelgrößenverteilung und Partikelbeschaffenheit sind von entscheidender Bedeutung für die Lebensdauer von Bauteilen und Komponenten. Das Zählen, Analysieren und Klassifizieren der oftmals mikroskopisch kleinen Schmutz- und Fremdpartikel hat in allen Prozessen, beginnend bei Entwicklung, über Fertigung und Produktion bis hin zur Qualitätskontrolle des Endprodukts enorm an Bedeutung gewonnen.
Stefan Heppes hat sich für den analySIS Particle Inspector entschieden. “Die mikroskopbasierte Systemlösung von Olympus ermöglicht die vollautomatische, normgerechte und reproduzierbare optische Analyse, Klassifizierung und Dokumentation von Rückständen auf Filtermedien. Uns haben die kurzen Analysezeiten selbst bei hohen Auflösungen, die intuitive Bedienbarkeit, der hohe Grad an Flexibilität, die Möglichkeit der Mehrfach-Filteranalyse als auch das mitgelieferte Partikelnormal überzeugt.“
Im Anschluss an die Filtration des zu untersuchenden Mediums (Öl, Kraftstoff, Spülflüssigkeit) wird der Filter in einem Filterhalter fixiert und auf dem Motortisch des Mikroskops platziert. Nun übernimmt das System die Arbeit. Dabei führt die System-Software den Anwender Schritt für Schritt durch die gesamte Analyse. Besonders hilfreich ist es für Heppes, dass „das System metallische und nichtmetallische Partikel unterscheiden und im Anschluss gezielt analysieren kann“.
Kein Ende in Sicht
Heppes ist sich sicher, dass sein Team in Zukunft mehr und mehr auf die mikroskopbasierte Restschmutzanalyse angewiesen ist, um den neuen Anforderungen seiner Kunden zu genügen. Deshalb hat SGS das System aktuell akkreditieren lassen, denn “wir sehen es als Imagegewinn für unsere Kunden an, wenn sie ihre Proben in einen zertifizierten und akkreditieren Labor untersuchen lassen können.” Und es ist auch eine Vorleistung für die Zukunft, denn “je höher die Funktionsdichte der Komponenten wird, desto kleinere Fremdstoffe können zum Verschleiß oder zum Ausfall beitragen“. Bei der Miniaturisierung ist kein Ende in Sicht. Deshalb sind sich Schwarz und Heppes einig, dass es „gut ist, sich frühzeitig entsprechend im Markt platziert zu haben.“
Olympus Deutschland GmbH, Hamburg
QE 508
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