Messvorrichtungen sollen genau und doch flexibel sein

Hochwertige Vorrichtungssysteme

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In der automobilen Oberklasse steckt viel Maßarbeit. Die Karosserien für Spitzenmodelle werden während des gesamten Produktionsprozesses messtechnisch genauestens unter die Lupe genommen. Mit hoch modernem Equipment wird die Karosserie sämtlichen QS-Checks unterzogen; erst dann folgt die Endmontage. Die Messräume spiegeln die hohen Qualitätsansprüche des Unternehmens wider. Wie beim Automobil selber, verbinden sich auch in den Fertigungs-, Produktions- und Messräumen technische Maßstäbe mit visuellen Aspekten auf hohem Niveau. Demzufolge waren auch bei der Wahl der Mess- und Kontrollvorrichtungen Qualität und Optik entscheidend.

Das Alufix Baukastensystem von Witte Bleckede entspricht hinsichtlich der Flexibilität und Präzision den Anforderungen des Automobilbauers.

Bei der Wahl eines Vorrichtungssystems sind mehrere Faktoren von Bedeutung. Die Genauigkeit ist dabei am wichtigsten, betonen die Ingenieure der Qualitätsplanung. An zweiter Stelle steht die Flexibilität. Denn aufgrund der immer kürzer werdenden Entwicklungszeiten entsteht ein enormer Zeitdruck. Wurde früher alle vier Jahre ein neues Modell auf den Markt gebracht, stehen heute dafür nur noch maximal zwei Jahre zur Verfügung. Das bedeutet, dass Fixier- und Spannpunkte zum Zeitpunkt der Vorrichtungsbeschaffung oft noch nicht exakt festliegen und somit Modell-Veränderungen, die während der Prototypen- und Nullserienphase erkannt werden, in die Messaufnahmen eingearbeitet werden müssen. Diese Änderungen müssen möglichst kurzfristig vor Ort durchgeführt werden. Eine Vorrichtungsanpassung im Hause des Herstellers bedeutet da unnötigen Zeitverlust. Um die zeitlich genau definierten Abläufe einzuhalten, muss unverzüglich an Ort und Stelle gehandelt werden.
Flexibles Raster
Die mit dem durchgängigen Lochraster versehenen Alufix-Komponenten stehen in den Rastergrößen 16, 25, 40 und 50 zur Verfügung. Diese Maße beschreiben jeweils den Abstand zwischen den Mittelpunkten zweier Bohrungen. Entsprechend wird zum Halten kleiner Werkstücke eine kleine Rastergröße gewählt, während für große, schwere Teile ein größeres Rastermaß zum Einsatz kommt. Die Vorrichtungen, auf denen zum Beispiel Unterboden, Seitenteile, Türen, Kotflügel, Abschlussteile etc. gehalten werden, bestehen überwiegend aus Alufix 50 Komponenten. Die Aufnahmen werden mittels Zentrierbolzen auf Sandwichplatten platziert und so auf den Zuführeinrichtungen zur Messmaschine transportiert. Da sowohl Vorrichtungen als auch Sandwichplatten aus hochfestem Aluminium gefertigt sind, werden im Vergleich zu Stahlausführungen erhebliche Gewichtseinsparungen erzielt. Somit wird das Handling erleichtert und eine Entlastung der im automatischen Messzyklus arbeitenden Rüstanlage erreicht. Die Palettenstation besteht aus separaten Rüstplätzen, die abwechselnd über ein Rollensystem zur Messmaschine transportiert werden. Dadurch können während eines Messvorganges bereits weitere Werkstücke für den Messvorgang vorbereitet werden. Das spart Zeit und ermöglicht eine höhere Messmaschinenauslastung.
Besondere Lösungen für ein besonderes Fahrzeug
Für das hier gezeigte Modell wurde eine neue Vorrichtungsvariante erstellt. Entsprechend des Anwenderwunsches sollte mit der Unterboden-Messaufnahme der Einsatz auf einer Schweißvorrichtung simuliert werden. Dazu mussten alle Spann- und Fixierpunkte gleichzeitig gespannt werden, was sich mit den bisher eingesetzten mechanischen Spannern nicht realisieren ließ.
Deshalb wurde die Unterbodenvorrichtung mit hydraulischen Spannern ausgestattet, so dass nach Positionierung des Werkstückes die Fixierung per Knopfdruck erfolgt. Des Weiteren wurde bei der Planung Wert auf eine größtmögliche Flexibilität gelegt, damit auch gleichartige Unterbauten gespannt werden können.
Fügemeisterbock
Gilt es die Passgenauigkeit von Einzelteilen und Schweißgruppen zu prüfen, kommt der Fügemeisterbock zum Einsatz. Bereits vor Anlauf der Serie wird hierauf geprüft, ob die Teile in der geplanten Fügefolge zusammenpassen. Zeigen sich dabei Probleme, können diese noch rechtzeitig behoben werden, so dass der Produktionsstart erleichtert wird.
Der Fügemeisterbock entspricht vom Aufbau her dem Zerlegungsgrad in den Produktionsanlagen, das heißt, die Teile werden in der gleichen Reihenfolge gefügt.
Und nach Auslauf eines Modells kann der gesamte Fügemeisterbock wieder in seine Einzelteile zerlegt werden. Die Alufix-Teile können an den Hersteller zurückgegeben werden, der diese dann in neue Vorrichtungen einarbeitet. Auch die Sandwichplatten, die sowohl horizontal als auch vertikal eingesetzt werden, sind mehrfach verwendbar. Sie werden bereits seit mehreren Jahren für unterschiedliche Modelle verwendet und haben sich längst amortisiert.
Die mit Alufix hergestellten Vorrichtungen und Meisterböcke erlauben einen äußerst flexiblen Einsatz auch für unterschiedliche Fahrzeuge. Durch Verschiebungen z.B. im Heckbereich wird die Anpassung an den jeweiligen Fahrzeugtyp erreicht. Dazu kann der Boden in der Länge verschoben und die entsprechenden Zwischenteile eingefügt werden. Somit sind – trotz unterschiedlicher Fahrzeuge – keine komplett neuen Vorrichtungen oder Meisterböcke erforderlich. Die Vorrichtungen müssen nur verschoben und abgesteckt werden. Dadurch können die Unterböden unterschiedlicher Fahrzeuge im Wechsel auf nur einer Vorrichtung wiederholgenau gehalten und gemessen werden.
QE 507
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