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Home, Office oder beides?

Eine Redaktion – zwei Meinungen
Home, Office oder beides?

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Das Arbeiten zu Hause bietet zweifellos Vorteile. Aber nicht jedem gefällt die Vermischung von Job und Privatleben Bild: agcreativelab/stock.adobe.com
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Nicht nur bei Audits wird die Arbeit aus der Ferne zum Trend. Seit Corona erledigen Mitarbeiter ihren Job verstärkt aus dem Home Office. Für einen Teil der Redaktion von Quality Engineering ist das schon lange Alltag. Aber ist die Heimarbeit auf lange Sicht das optimale Konzept? Die Redaktion ist da unterschiedlicher Meinung.

„Für mich hat sich ja fast nichts verändert“, pflege ich zu antworten, wenn mich jemand fragt, wie mir das Covid-19-bedingte Arbeiten im Homeoffice behagt. Konferenzen per Skype, viele Abstimmungstelefonate, kein Schwätzchen mit Kollegen an der Kaffeemaschine, keine Kantine zum Mittagessen – all das ist für mich normal, da ich generell im Homeoffice arbeite. Kein Stau bei der Anfahrt ins Büro, zwischendrin mal schnell die Waschmaschine befüllen, den Brotteig dehnen und falten, bei schönem Wetter auf dem Balkon arbeiten: Ich mag diesen fließenden Übergang zwischen Privatleben und Arbeit. Und wenn ich am Abend den Rechner runterfahre und das Arbeitszimmer verlasse, dann ist Feierabend. Alles nur eine Kopfsache – fast, denn seit dem Ausbruch der Pandemie sitzt nun auch mein Mann im Homeoffice. Immerhin in einem anderen Raum, aber nun lösen sich die von mir festgelegten Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit zunehmend auf. Er fragt mich zwischendrin: Was essen wir heute? Was soll ich vom Metzger mitbringen? Wo ist meine Fahrradhose? Da wünsche ich mir mein „altes“ Homeoffice zurück. ■

Natürlich ist es keine Frage, dass zur Zeit jeder, dem das möglich ist, im Home Office arbeiten sollte – um die Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen. Aber ich bin froh, wenn ich irgendwann wieder in meine Bürogemeinschaft zurückkehren kann. Ich freue mich darauf, jeden Morgen aus der Tür zu treten und erst abends wieder nach Hause zu kommen. In der Zeit dazwischen kann ich konzentriert arbeiten – höchstens unterbrochen von einem kurzen Plausch mit einem Kollegen an der Kaffemaschine. Abends kann ich mich dann ebenfalls konzentrieren – und zwar auf meine Familie. Im Home Office fällt mir diese strikte Trennung schwerer. Befindet sich der Arbeitsplatz bei mir zu Hause, dann ist auch die Lampe nicht weit, die noch an die Wohnzimmerdecke angebracht werden muss. Oder die Tochter, der ich mal schnell bei den Politik-Hausaufgaben helfen soll. Umgekehrt ist es schwieriger, am Abend vom Job wirklich abzuschalten. Der Rechner steht ja stets zum Einsatz in den eigenen vier Wänden bereit – egal zu welcher Uhrzeit. Ebenso wie das Telefon. Da bin doch eher für klare Verhältnisse. ■

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