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interview

Wolfgang Ulm, Geschäftsführer UAP Messtechnik GmbH, Graz
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Das Unternehmen UAP Austria in Graz setzt umfassende Dienstleistungen aus einer Hand zum Thema Qualität in der Entwicklung, der Produktion und der Endabnahme ein. Neben den reinen Dienstleistungen wie Prüfmittelkalibrierung und Durchführung von fachtechnischen Seminaren ist das Unternehmen auch aktiv mit der Entwicklung von mobilen Knickarm-Systemen beschäftigt. Damit soll das Bindeglied zwischen Dienstleistung und Produktion geschaffen werden. In Kooperation mit der TU Graz und dem Joanneum Research wurde mit EU-Fördermitteln ein mobiles Knickarm-Systemen entwickelt, konstruiert, produziert und abgenommen.

Herr Ulm, wie lange gibt es das Unternehmen UAP und welches sind Ihre Geschäftsfelder?

Das Unternehmen gibt es jetzt seit fünf Jahren. Wir sind ein Supplier für Messtechnik und Qualitätsmanagement und haben drei Geschäftsfelder:
– Prüfmittelkalibrierung – Handel mit Messgeräten – fachtechnische Seminare
Ein kleiner Bereich deckt noch den Lehren- und Vorrichtungsbau sowie Forschung und Entwicklung ab. Im Bereich Kalibrierung bieten wir ein sehr großes Portfolio an, wo wir uns im österreichischen Markt dahingehend unterscheiden, dass wir nicht eingeschränkt sind in der Akkreditierung sondern uns einen Systempartner in Baden-Württemberg gesucht haben. Dies bringt den Vorteil, dass wir einfach größere Umfänge abwickeln können. In der Prüfmittelüberwachung nach ISO 17025 haben wir die Größen Länge, Kraft, Druck, Drehmoment, Drehzahl sowie Temperaturen und Elektrik im Programm. Den gesamten Messgerätehandel machen wir frei am Markt, das heißt wir haben uns mit keinem größeren Lieferanten“ ins Bett gelegt“, sondern machen für den Kunden eine Analyse vorab, was er wirklich braucht. Auf dieser Basis bieten wir ihm dann die passenden Produkte an. Wir handeln sowohl mit Neu-als auch Gebraucht-Messgeräten, angefangen vom Messschieber über das Mikroskop, die Koordinatenmessmaschine bis hin zu Formmessgeräten. Sondermessgeräte wie Endoskope, Zug/Druckmaschinen, Präzisionsstanzen und Schleifen runden das Angebot ab. Von der Konstruktion über die Produktion bis zur messtechnischen Endabnahme werden Prüfmittel, Lehren, Vorrichtungen und Prototypen SPC fähig (Statistical Process Control) aus einer Hand angeboten. Den Bereich“ fachtechnische Seminare“ begannen wir, weil wir aufgrund der Anfragen der Kunden den Druck bekamen, hier aktiv zu werden. Mittlerweile sind das über 40 Seminarthemen.
Immer für einen Kunden und dessen Mitarbeiter oder auch offen?
Wir haben zwei Systeme. Die Inhouse-Veranstaltungen finden beim Kunden direkt statt, die offenen, beziehungsweise externen Seminare werden an drei Standorten in Österreich abgehalten, in Slowenien und neu auch im süddeutschen Raum. Der Vorteil ist, dass wir sehr umfangreiche praktische Erfahrungen haben und unsere Trainer mit ihren Themen auch aus der Praxis kommen. Das heißt, der Kunde kann die erhaltene Schulung direkt eins zu eins in die Praxis umsetzen.
Was sind das im einzelnen für Themen?
Die Kurse teilen sich in zwei Themenbereiche auf. Das sind Qualitätsmanagement und Messtechnik. Im Qualitätsmanagement sind das zum Beispiel KVP-Seminare, FMEA bis hin zum EFQM-Modell. Diese Seminare werden von ausgebildeten ÖVQ-Qualitätstechnikern, QM-Prüfmittelbeauftragten, EOQ Quality Systems Managern und GFQ Auditoren praxisnah durchgeführt. Im Bereich Messtechnik werden die Seminare und Schulungen ebenfalls von ausgebildeten EVQ-Qualitätstechnikern, QM-Prüfmittelbeauftragten, EOQ Quality Systems Managern und GFQ Auditoren durchgeführt. Themenbereiche sind hier die Oberflächenmesstechnik, allgemeine Messtechnik und Koordinatenmesstechnik.
Aus welchen Branchen kommen ihre Hauptkunden?
Hauptsächlich Automotiv, Luftfahrtindustrie und Kunststoffindustrie.
Es ist sicher nicht einfach, gute Trainer zu finden. Sind Ihre Trainer freie Leute aus der Industrie und Forschung oder feste Angestellte?
Wir holen uns die Trainer am Markt, wobei es einen gewissen festen Stock gibt. Alle sind aber frei für uns tätig und nicht fest angestellt. Es sind im Prinzip Praktiker aus Unternehmen beziehungsweise aus Forschung und Entwicklung.
Sie haben neben der Dienstleistung und dem Handel auch ein eigenes Produkt entwickelt, einen 3D-Knickarm. Weshalb?
Ja, wir haben voriges Jahr ein eigenes mobiles Messsystem, einen Messarm, entwickelt. Dieser Messarm hat zum Beispiel eine höhere Messgenauigkeit als die bereits am Markt befindlichen. Dahinter steckt eine eigene physikalische Philosophie, die sich in dieser Form noch nicht auf dem Markt befindet. Wir haben dafür bereits einen Preis bekommen, was uns wiederum bestätigt, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden. Dieser Messarm verfügt über eine Messunsicherheit von 7 µm, die gesamte Unsicherheit beträgt 20 µm bei einer Messearmlänge von 1,2 m. Das neuartige System soll trotz Leichtbauweise ein Maximum an erreichbarer Messgenauigkeit, korrekt verlaufender statischer und dynamischer Messungen eine ergonomische und robuste Bauart mit einfacher und intuitive Bedienung aufweisen. Ebenfalls in Kooperation mit einem Institut für digitale Bildverarbeitung stellt die UAP Austria die Technologie der optischen Messtechnik bereit. Digitale Bildverarbeitung ist die Kunst, den Computern das Sehen beizubringen um Aufgaben umzusetzen und zu automatisieren wo der Mensch schnell und leicht ermüdet. Jedes Kundenprojekt stellt eine Prototypenanlage dar und besticht durch seine Einzigartigkeit, Herausforderungen, die uns durch Unternehmen aufgetragen werden, zu lösen.
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