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Mobiler Schliffbildkoffer

Die Qualitätskontrolle reist immer mit
Mobiler Schliffbildkoffer

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Wenn Kabel miteinander verbunden werden, verlässt man sich darauf, dass diese Verbindung auch hält. Nicht auszudenken, wenn in den entscheidenden Minuten eines Fußballweltmeisterschafts-Endspiels der Bildschirm aufgrund einer losen elektrischen Verbindung schwarz wird. Ist nun ein solcher Vorfall lediglich ärgerlich, sind schwerwiegendere Situationen leicht vorstellbar. Im industriellen Umfeld sind Crimpverbindungen von großer Bedeutung. Zur Beurteilung ihrer Qualität kann man eine Querschnittansicht, das Schliffbild, heranziehen. Die Erstellung und Auswertung eines Schliffbildes erfolgt mit dem neuen mobilen Schliffbildlabor SK 4000 von Elpac direkt vor Ort.

Crimpen ist ein lötfreies Verfahren zur Verbindung durch plastische Verformung. Es wird in der Elektrotechnik zur Verbindung von elektrischen Leitern verwendet. Die Verbindung ist in der Regel nicht lösbar und ist dadurch mechanisch und elektrisch sehr stabil. Das Verfahren zeichnet sich durch eine hohe Wiederholgenauigkeit nach einmaliger Einrichtung des gewünschten Crimpbildes und geringen Ausschuss in der Produktion aus. Für manche Applikationen kommt das Löten als Verbindung von vornherein nicht in Frage. Andere greifen auf das Crimpen als wirtschaftliche Alternative zurück. Es verursacht weder Abfall noch giftige Dämpfe und die Schwankungen, die durch den aufwändigeren Prozess des Lötens entstehen, entfallen naturgemäß ebenfalls.

Laborbedingungen
Bei einem Schliffbild handelt es sich um eine Aufnahme eines Querschnittes. Es ist eine zerstörende Materialprüfung, die zur Stichprobenkontrolle im laufenden Betrieb oder zur Produktionsfreigabe einer neuen Verbindung dienen kann.
Die Überprüfung des Schliffbildes zur Beurteilung der Qualität von lötfreien Crimpverbindungen ist ein bereits bestens bewährtes Verfahren. Die Neuheit von Elpac besteht in der mobilen und kostengünstigen Ausführung, die zudem besonders leicht zu bedienen ist. Ein weiterer Vorteil des SK 4000 ist sein geringes Gewicht von nur 20 kg. Damit ist der Koffer einfach zu transportieren und kann somit auch von Servicetechnikern bei Einsätzen vor Ort mitgenommen werden, um die Qualität der Crimpverbindungen im laufenden Betrieb zu prüfen. Nach einem Werkzeugwechsel kann die Produktionsfreigabe bei entsprechend zufrieden stellender Bewertung direkt erfolgen. Die Überprüfung des Schliffbildes hilft bei der Einrichtung von Crimp-Maschinen und kann außerdem schnelle Auskunft geben, wenn die Qualität der Verbindungen nachlässt.
Schliffbildlabore bearbeiten die Proben in mehreren Arbeitsschritten. Zunächst muss die Probe getrennt und der Schnitt geschliffen werden. Für die Exaktheit der Bearbeitung ist hier wichtig, dass möglichst viele Schritte mit einer Spannvorrichtung bewältigt werden können, um Ungenauigkeiten durch mehrmaliges Handling zu vermeiden. Der Vorschub der Probe durch Trenn- und Schleifprozess erfolgt sehr fein durch manuelle Zuführung und Feineinstellung. Die Verschleißteile Trenn- und Schleifscheibe müssen leicht zugänglich sein, um das Auswechseln zu erleichtern. Die geschliffene Fläche erfährt zur optimalen Beurteilung einen weiteren Arbeitsschritt, das Beizen. Mit einem in Elektrolyt getränkten Stift entfernt man Grate und bereitet den Schliff so auf, dass die Details bei der anschließenden Aufnahme gut erkennbar sind.
Genaue Blicke auf den Schnitt
Mit der Vorbereitung der Probe auf das eigentliche Schliffbild sind die Vorarbeiten abgeschlossen. An dieser Stelle profitiert der Anwender von der Fixierung für gleich mehrere Arbeitsschritte. Durch verschiedene Bildbetrachtungsverfahren zeigt sich hier auch die Vielseitigkeit des SK 4000. Die einfachste und direkteste Form der Beurteilung erfolgt mittels einer Inspektionslupe, die ohne weitere technische Hilfsmittel sofort eine Qualitätskontrolle erlaubt. Wenn die Bilder festgehalten werden sollen, ist eine Speichermöglichkeit erforderlich. Beim SK 4000 ist dies eine hochwertige Digitalkamera, die die Voraussetzungen zur Dokumentation und nachträglichen Bearbeitung und zum Versenden der Schliffbilder schafft.
Das anspruchsvollste Zubehör besteht aus einem Makroobjektiv und einer USB-Kamera mit dazugehöriger Bildbearbeitungs- und Auswertungssoftware. Die Proben können in aller Gründlichkeit vermessen, dokumentiert und verwaltet werden. Gerade über räumliche Entfernungen hinweg kann eine zentrale Qualitätskontrolle verschiedene Ergebnisse bequem vergleichen.
Alle drei Optikvarianten lassen sich problemlos nachrüsten und im Kofferdeckel sicher verstauen. Sämtliche Zubehörteile sind transportsicher in eigenen Fächern untergebracht. Das gesamte mobile Schliffbildlabor ist auf die schnelle und qualitativ hochwertige Erstellung von Schliffbildern zur Qualitätskontrolle hin konzipiert worden. Der Koffer stellt ein vollwertiges Schliffbildlabor dar, das eine wirtschaftliche und Platz sparende Lösung auch für den stationären Einsatz bietet oder als lokale Ergänzung eines zentralen Qualitätssicherungs-Labors verwendbar ist.
Im Hinblick auf den sauberen Schnitt
Die Voraussetzung für eine qualitativ hochwertige Auswertung des Schliffbildes, nämlich die sichere Befestigung in der Spannvorrichtung, die durch die Prozesse Trennen und Schleifen unbeeinflusst bleibt, macht den SK 4000 auch geeignet für die Prüfung von anderen Schliffbildern als denen von Crimp-Verbindungen. Die Trennscheiben können sogar Federstahl von Scherblättern für Rasierapparate schneiden. Zu prüfen ist an den Blättern etwa die festgelegte Form der mit Säure erzeugten Profile. Auch zur Prüfung von Lötstellen in Multi-Layer Leiterplatten wird das System erfolgreich eingesetzt. Die Spann- und Schneidvorrichtung könnte für derartige Anwendungen mit großen Stückzahlen weiter entwickelt werden. Auch wenn das Schneiden nicht die Hauptaufgabe des Koffers darstellt, ist man bei Elpac für weitere Applikationsmöglichkeiten offen, die beweisen, wie gut die Entwicklung ankommt.
Nicht nur für den Hausgebrauch
Der Schliffbildkoffer SK 4000 wurde zunächst in erster Linie für den Eigenbedarf entwickelt und in diesem Jahr erstmals öffentlich vorgestellt. Bei den eigenen Splicing-Maschinen (Crimpen mit Endlosbandmaterial) war der Gedanke schneller Service-Einsätze vor Ort und einer unkomplizierten Produktionsfreigabe von entscheidender Bedeutung. Zum wirtschaftlichen Verbindungsverfahren musste auch eine wirtschaftliche Prüfmethode gefunden werden.
Geschäftsbereich Elpac der Megatron Elektronik, Putzbrunn
QE 529
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