9. Deutscher IIR-Qualitätskongress Topit 2007

Neuer Qualitätspreis

Preisverleihung Topit Quality Award: Helmut Stein, Volkswagen Coaching; Dr. Andre M. Schmutte, Siemens; Thomas Klatt, DNV; Angela Lichtner, Asklepios Klinik Altona; Paiam Salavati, Siemens; Thomas Breuer, Siemens; Christian Heuing, DHL; Paulo Ferro de Gouveia, DHL; Dr. Heinz J. Heinrichs, ZF Sachs; Viviane Piffczyk, IIR Deutschland; (v.l.n.r.)
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Unter dem Motto „ Prozesse beherrschen und Qualitätsmanagement neu positionieren“ trafen sich auf dem „9. Deutschen IIR-Qualitätskongress Topit 2007“ rund 120 Qualitätsmanager zum Erfahrungsaustausch. Experten aus Unternehmen wie Hewlett Packard, Johnson & Johnson und Siemens widmeten sich in Praxisvorträgen den aktuellen Trends des Qualitätsmanagements.

Dass die Wettbewerbsfähigkeit und Performance eines Unternehmens zukünftig von der Fähigkeit bestimmt wird, nicht nur Produkte, sondern auch Prozesse tief greifend zu verbessern und zu erneuern, war unter den Teilnehmern zu vernehmen. Dazu zähle auch die Rolle und Aufgaben des Qualitätsmanagers zu überdenken und gegebenenfalls neu zu positionieren.

Ein weiteres Erlebnis war die offene Diskussionsrunde mit dem Titel „Der Qualitätsmanager der Zukunft“. Fragen wie „Welchen Platz übernimmt der Qualitätsmanager zukünftig in der Organisation?“ und „Sind Qualitätsmanager darauf vorbereitet, die Herausforderungen der Zukunft anzunehmen und zu bewältigen?“ dominierten die Debatte.
Ein weiterer Höhepunkt war sicherlich der Spezialtag zum Thema „Qualitätssicherung bei Lieferanten – Qualitätsprozesse stabilisieren und optimieren“. Moderiert wurde er von Bernd Mitschele, Leiter Qualität bei Porsche. Das Fazit des Spezialtags lässt sich wie folgt zusammenfassen: „ Die wahren Risiken der Großen sind die versteckten Fehler der Kleinen“. Die Welten von Groß- und mittelständischen Unternehmen müssen mehr aufeinander zukommen, um zu verstehen.
DHL Express gewinnt Topit Quality Award 2007
DHL Express Deutschland ist Ende Januar auf dem 9. Deutschen IIR Qualitätskongress Topit mit dem Topit Quality Award ausgezeichnet worden. Das Unternehmen setzte sich mit einem Projekt zur Prozessverbesserung gegen die weiteren Finalisten Siemens und Asklepios Klinik Altona durch. Initiator des Wettbewerbs ist der Kongressveranstalter IIR Deutschland, Awardförderer die unabhängige Stiftung DNV (Det Norske Veritas).
DHL Express hatte es sich zum Ziel gesetzt, unterschiedliche Geschäftskulturen, Prozesse und Mitarbeitervorstellungen zusammenzuführen. Im Rahmen des prämierten Projektes „Process Improvement as Key Factor for the Post-Merger Integration of DHL Germany“ hat DHL eine vollständig abgestimmte Fachorganisation und Führungsstruktur für seinen Marketing- und Vertriebsbereich geschaffen und die Struktur nach DIN ISO 9001:2000 zertifizieren lassen. Das Ergebnis: Kundenreklamationen gingen um 85 Prozent zurück, Angebote werden um 60 Prozent schneller erstellt als bisher. Dieser geleistete Beitrag zur Unternehmenswertschöpfung fiel bei der Bewertung besonders stark ins Gewicht. Außerdem überzeugte die Juroren das klar strukturierte und systematische Projekt- und Prozessmanagement.
Weitere Finalisten: Siemens und Asklepios Klinik Altona
Den zweiten Platz im Wettbewerb um den Topit Quality Award erreichte die Siemens AG Industrial Solution & Services Postal Automation mit dem Projekt „Tool-basierte Defekt-Ursachenanalyse”. Die Arbeit des Unternehmens aus Konstanz beschreibt den Aufbau eines Defekt- und Ursachenanalysesystems unter Berücksichtigung des Prozessmodells CMMI (Capability Maturity Model Integration) und des PDCA-Zyklusses („Plan – do – check – act“). Damit stellt es eine Weiterentwicklung bestehender Methoden dar.
Mit einem Beitrag zum Thema Kundenmanagement qualifizierte sich die Asklepios Klinik Altona für den dritten Platz. Neben der Hochleistungsmedizin steht bei diesem Projekt die stetige Verbesserung der Kommunikation innerhalb der Klinik und mit Angehörigen und Kooperationspartnern im Vordergrund.
Der Topit Quality Award
Der Topit Quality Award ist in diesem Jahr zum ersten Mal verliehen worden. Der Preis strebt die Auszeichnung von Excellence-Projekten mit erwiesenem nachhaltigem Einfluss auf Geschäftsergebnisse an. Die Auszeichnung bietet Qualitätsmanagement-Experten die Möglichkeit, die Erfolge ihrer Arbeit transparent zu machen und ihre innovativen Konzepte der Öffentlichkeit zu präsentieren. So unterstützt der Preis Qualitätsmanager dabei, den Wertbeitrag ihrer Arbeit für die deutsche Wirtschaft darzustellen. Um die Auszeichnung konnten sich Qualitätsverantwortliche von Unternehmen und öffentlichen Institutionen sowie Trainer und Berater bewerben. Ausgezeichnet wurden ausschließlich Projekte, die bereits in der Praxis umgesetzt worden sind und einen nachhaltigen Einfluss auf die Wertschöpfung des jeweiligen Unternehmens haben.
Die erstmalige Ausschreibung des Topit Quality Awards ist zugleich Startschuss für einen von nun an jährlich stattfindenden Wettbewerb: Auch im nächsten Jahr prämiert IIR wieder anlässlich des Deutschen IIR Qualitätskongresses Topit ein besonders innovatives Qualitätsmanagement-Projekt.
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