Deprag Schulz erhält die Akkreditierung zum DKD-Kalibrierlabor

Nie wieder falsch verschraubt

Eine Prüfstation arbeitet sehr präzise, muss aber selbst in regelmäßigen Abständen einer Prüfung unterzogen werden
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Der Schraubtechnikexperte Deprag Schulz verfügt jetzt über ein vom Deutschen Kalibrierdienst akkreditiertes Kalibrierlabor, in dem Drehmoment-Prüfmittel mit höchster Präzision überprüft und neu kalibriert werden.

Falsch verschraubt – 15 000 Fahrzeuge ins Werk zurückgerufen! Schlagzeilen wie diese schädigen das Image eines Automobilherstellers und zerstören das Vertrauen der Autofahrer. Etwa 1200 bis 1400 Schrauben werden in einem Auto verschraubt, vielfältige Schraubwerkzeuge kommen in der Zulieferindustrie wie auch beim OEM-Hersteller zum Einsatz. Die unterschiedlichsten Sicherheitsanforderungen stellen hohe Anforderungen an das Qualitätsmanagement. Deprag Schulz verfügt über ein vom Deutschen Kalibrierdienst akkreditiertes Kalibrierlabor, in dem Drehmoment-Prüfmittel mit höchster Präzision überprüft und neu kalibriert werden.

So verwundert es nicht, wenn in der Automobilindustrie die Präzision der Schraubwerkzeuge höchste Priorität hat. Deshalb sind moderne Schraubwerkzeuge mit Drehmomentaufnehmer ausgestattet. Diese Aufnehmer sorgen für die Erfassung, Steuerung und Dokumentation des Drehmoments während der Montage.
Die Präzision dieser Messwertaufnehmer muss regelmäßig kontrolliert werden, wie zum Beispiel bei Schichtwechsel durch einen Fertigungsmitarbeiter. Diese Kontrolle wird in einer Prüfstation vorgenommen. So eine Prüfstation arbeitet sehr präzise, muss aber wiederum in regelmäßigen Abständen einer Prüfung unterzogen werden – in diesem Fall spricht man von einer Re-Kalibrierung. Das neue Prüflabor von Deprag Schulz bietet jetzt diesen Service. Die Messgröße für das Anziehen einer Schraube ist das Drehmoment. Es bezeichnet das Maß für die Drehwirkung, die eine Kraft auf ein drehbares System – die Schraube – ausübt.
Um den hohen Arbeitsumfang zur Kalibrierung aller im Gebrauch befindlichen Messgeräte abzudecken, wird die Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Braunschweig seit 1977 durch den Deutsche Kalibrierdienst DKD unterstützt. Dadurch kann sich die Braunschweiger Behörde auf High Level-Kalibrierungen beschränken, die DKD-Laboratorien übernehmen die Kalibrierungen für die Industrie. Eines der vier bayerischen DKD-akkreditierten Kalibrierlaboratorien steht nun im oberpfälzischen Amberg. Das Prüflabor verfügt über speziell geschultes, kompetentes Personal, das die hochgenau reproduzierbaren Messungen vornimmt. Schon die Anforderungen an die äußere Umgebung sind hoch, gleichbleibende Temperatur und Luftfeuchtigkeit sind für die vergleichenden Messungen ebenso erforderlich wie präzise Messgeräte, geeignete Messvorrichtungen und geprüfte Referenzaufnehmer. Kalibrierungen im Drehmomentbereich von 0,01 Nm (1 Ncm) bis 500 Nm sind im neuen DKD-akkreditierten Prüflabor möglich.
Prüfung im eigenen Haus
Die dabei kleinste angebbare Messunsicherheit beträgt 0,1 Prozent des Messwertes. Wie läuft so ein Kalibrierverfahren ab? Ein Beispiel: Die Messplattform eines Automobilherstellers, mit der er für seine Produktion das Drehmoment bestimmter Schraubwerkzeuge kontrolliert, soll nun ihrerseits überprüft und neu kalibriert werden. Der Qualitätsverantwortliche sendet sie zur DKD-Kalibrierung an das akkreditierte Deprag-Labor. Nach einer eingehenden Überprüfung und Re-Kalibrierung erhält er diese mit einem DKD-Kalibrierschein zurück, in dem die Ergebnisse der Kalibrierung genau dokumentiert sind. Für den Qualitätsverantwortlichen ist damit sichergestellt, dass sein firmeninternes Prüfmittel dem „Nationalen Normal“ entspricht, seine Messmittel dementsprechend präzise arbeiten und daraus folgend die Qualität seiner Schraubverbindungen im Montageprozess gewährleistet ist.
Eine Kalibrierung gilt im Prinzip nur zum Zeitpunkt ihrer Durchführung. Sie muss daher in bestimmten Intervallen wiederholt werden. Die Häufigkeit variiert von Fall zu Fall. Wird eine Messstation in der Montage häufig benutzt, muss sie auch häufig zum „Check“. Ist das Messmittel unter Laborbedingungen nur von Zeit zu Zeit im Einsatz, können die Intervalle länger sein. Unterliegen die zu verschraubenden Werkstücke einer hohen Sicherheitsstufe, ist eine engmaschige Überprüfung und mögliche Neukalibrierung geboten. So können Prüfzyklen zwischen drei Monaten und drei Jahren sinnvoll sein.
Deprag Schulz GmbH u. Co., Amberg
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