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Papierbelege

Die billigste Informationstechnologie:
Papierbelege

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Über 200 Maschinen in einer rauen Umgebung der Serienfertigung, wie ist man da in der Lage, sich ständig ein klares Bild zur Fertigungsqualität jeder einzelnen Anlage zu machen. Die Randbedingungen zur Erfassung der Qualitätslage bei ThyssenKrupp Presta SteerTec, Düsseldorf, waren klar:

  • eine totale IT-Infrastruktur an jedem Werker-Arbeitsplatz, kam nicht in Betracht: zu teuer, inflexibel, hohe Folgekosten für die Wartung usw.
  • die Werker müssen die aufgetretenen Mängel in einfachster Form erfassen können
  • das Qualitätsmanagement bezieht sich nicht auf den einzelnen Werker, der weiß was er im Einzelfall zu tun hat, sondern Fehlerhäufungen sind zu erkennen und nachhaltige Maßnahmen zur Prozess-Stabilisierung von Meistern, Abteilungsleitern bis zur Werksleitung einzuleiten und zu verfolgen
Die bei vielen Firmen lange zuvor eingeführten Fehlersammelkarten haben sich als ausreichend genau und aussagefähig zur Prozessqualität bewährt. Ein Qualitäts-Management lässt sich darauf jedoch nicht aufbauen.
Die Nacherfassung ist wirtschaftlich, aber ohne eine breite Datenbasis lassen sich keine Ziele vorgeben und Verbesserungen noch Einführung von Korrekturmaßnahmen an den Prozessen objektiv erkennen.
Die AHP-Erfahrungen mit der Belegerfassung von Qualitätsdaten in Verbindung mit der beherrschten Scanntechnik gaben den Ausschlag für die Entscheidung, mit diesen Leistungen ein umfassendes Q-Management System aufzubauen.
Die Belegtechnik
An jeder Maschine liegen Formulare für die Fehlersammlung und die Maschinenstillstände mit ihren Gründen aus.
Die Darstellung zeigt die Belege. Die Identifikation der Maschine erfolgt über den Eintrag ihrer Inventar-Nummer.
Die Fehlerliste ist für den Maschinentyp zutreffend. Die Vorgabe möglicher Fehler für einen Maschinentyp erfolgt in maschinenspezifischen Fehlerkatalogen der Prüfplanung. Die Fehlererfassung erfolgt im Tagesablauf allein in der Strichliste. Einfacher geht’s nicht. Zum Tagesabschluss wird ausgezählt. Die Ausschuss-Anteile werden auf die jeweiligen Schichten aufgeteilt.
In genau der gleichen spartanischen Form wird das Formular zu den Maschinenstillständen mit Störungsgründen ausgefüllt. Da die Störgründe für alle Maschinen allgemein gelten, gibt es an allen Maschinen das gleiche Formular.
Die Praxis hat ganz klar gezeigt:
  • Die Einfachheit der Belegerfassung sichert uneingeschränkte Akzeptanz durch alle Werker; die wichtigste Hürde war genommen.
  • Die Sorgfältigkeit beim Schreiben von Ziffern musste in einzelnen Fallen angemahnt werden. Zwischenzeitlich ist die Zahl der ungenauen Ziffern-Erkennung beim Einscannen der Belege nur noch sehr gering, sodass die Korrektur am Bildschirm die seltene Ausnahme ist.
  • Die unvermeidliche normale Verschmutzung der Belege führte nie zu Problemen.
Die Systematik des Qualitäts-Managements
Von der operativen Ebene bis zur Werksleitung ist es der Ansporn, beste Qualität zu bieten, ständig bewusst zu halten.
Die Qualitätsziele werden monatsgenau vorgegeben:
  • Ausschussraten
  • Nacharbeitsraten
  • Maschinen-Stillstände durch Maschinen-Störungen
  • Material- und Fertigungskosten für Ausschuss und Nacharbeit
  • Materialverbrauche für Montageteile, die beim Ausschuss verbraucht werden usw.
Turnusmäßige Besprechungen werden mit den erforderlichen Berichten vorbereitet:
  • wöchentliche Besprechungen auf Abteilungsebene
  • monatliche Zusammenfassungen für Produktionsbereiche
  • Quartalsberichte für die Werksleitung
Die Einladung der Besprechungsteilnehmer mit der Zusammenstellung erforderlicher Besprechungsunterlagen wird mit dem allgemeinen System zum Projekt-Management zu iQ-Basis vorbereitet.
Typische Anmerkungen sind:
  • Tages-, Wochen-, Monatsstatistiken zu Fehlerarten nach Maschinen, Produkten, Kostenstellen, Abteilungen für das ganze Werk
  • Ausschuss- und Nacharbeitsstatistiken
  • Pareto Analysen über einen Zeitabschnitt
  • Kostenentwicklungen
  • Maschinenverfolgbarkeiten
  • Pareto Analysen über Störgründe zu Maschinen und Maschinentypen usw.
In den Besprechungen werden weitere Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung getroffen. Die Abarbeitung früherer eingeleiteter Maßnahmen wird überwacht und ggfs. werden neue Termine festgelegt. Alle Maßnahmen werden online erfasst und fortgeschrieben. Das Abschluss-Protokoll wird ebenfalls in Gegenwart aller Beteiligten verabschiedet. Die nächste Besprechung wird terminlich festgelegt. Das hier vorgestellte Modul iQ-BELEG wurde kurz darauf bereits in einem weiteren Werk eingeführt. iQ-Basis ist das einzige umfassende CAQ-System, dass die Scanntechnik für beliebige Belege zur Qualitätsdatenerfassung beherrscht.
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