Materialcharakterisierung von Kunststoffen

Prüfung für jeden Fall

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Zwick hat seine Produktreihe für die Kunststoff- und Composites-Prüfung um zwei neue Geräte erweitert Bild: Zwick Roell
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Die Hausmesse Textxpo ist für Zwick Roell der Fixpunkt im Jahr, an dem neue Produkte präsentiert werden. Dort hat das Unternehmen nun zwei neue Fallwerke vorgestellt, die speziell für die Prüfung von Kunststoffen und Faserverbundwerkstoffen entwickelt wurden. Mit ihnen soll sich die Materialcharakterisierung unkompliziert durchführen lassen.

Mit dem Amsler HIT600F und dem Amsler HIT1100/2000F hat Zwick Roell zwei neue Fallwerke zur Materialcharakterisierung in sein Portfolio aufgenommen. Das Amsler HIT600F hat Zwick Roell für Anwendungen in der Automobilindustrie entwickelt. Dort soll es speziell für die Durchführung des multiaxialen Durchstoßversuchs an Kunststoffen und Faserverbundwerkstoffen eingesetzt werden.

Das Gerät ist modular aufgebaut und kann mit diversen Prüfwerkzeugen ausgestattet werden. Das Fallwerk lässt sich sowohl beschleunigt als auch unbeschleunigt einsetzen – abhängig davon, ob für einen bestimmten Versuch die Fallhöhe ausreicht oder nicht. Der Hersteller hat besonderen Wert darauf gelegt, diverse Normen in der Automobilindustrie zu unterstützen, die Geschwindigkeiten von 2,2 und 6,6 m/s fordern.

Das Zuführ- und Sicherheitskonzept ist auf Bedienkomfort und Sicherheit optimiert. So können auch bei diesem Fallwerk vortemperierte Prüfplatten eingelegt und in weniger als 5 s geschlagen werden. Damit lässt sich der Einbau einer Temperierkammer für viele Durchstoßprüfungen vermeiden.

Helme und Sicherheitswesten im Test

Das Amsler HIT1100/2000F hingegen wurde für die Prüfung von Bauteilen entwickelt. Zu diesen zählten zum Beispiel Motorrad- und Fahrradhelme, wie Mareike Arnold berichtet. Sie ist bei Zwick Roell als Produktmanagerin für die Kunststoffindustrie zuständig. Weitere Teile, die mit dem Gerät geprüft werden können, seien Sicherheitsschuhe und -westen sowie Batterien im Fahrzeug.

Auch das Amsler HIT1100/2000F ist modular aufgebaut, lässt sich optional beschleunigt einsetzen und mit einer Temperierkammer ausstatten. Neben zahlreichen Normversuchen können beschleunigte Durchstoßversuche an Kunststoffen nach verschiedenen Normen der Fahrzeugindustrie durchgeführt werden. Weiterhin besteht die Möglichkeit der Charpy-Prüfung nach ISO 179–2 sowie der Izod-Prüfung nach ISO 180 und ASTM D256.

„Die Bauteilprüfung bietet besondere Herausforderungen“, sagt Arnold. „Man hat es dabei häufig mit schrägen Flächen zu tun, die Querkräfte auf die Führungen verursachen.“ Daher brauche man für solche Prüfaufgaben besonders stabile Maschinen.

Somit sei das Fallwerk dank der massiven Konstruktion der Führung für die Bauteilprüfung prädestiniert. Die hohe Messfrequenz ermögliche darüber hinaus sehr genaue Prüfergebnisse. Zudem ist die Aufspannplatte mit T-Nuten versehen und gestattet so, Prüfaufbauten flexibel zu montieren.

Rauscharme Messwerte

Mit dem Amsler HIT600F und dem Amsler HIT1100/2000F erweitert Zwick Roell die Produktreihe seiner Fallwerke für die Kunststoff- und Composites-Prüfung, zu der auch das Amsler HIT230F für Versuche bis 230 Joule gehört. Dieses ist ebenfalls auf die Durchführung des multiaxialen Durchstoßversuches ausgerichtet – bei Raumtemperatur und im erweiterten Temperaturbereich. Der Anwendungsbereich beinhaltet Materialcharakterisierung an Standardprobekörpern nach gängigen Normen in Entwicklung, Forschung und Qualitätssicherung. Zu den Vorteilen zählt unter anderem das Design der gesamten Kraftmesskette, das laut Hersteller sehr rauscharme Messwerte liefert. Dadurch sollen sich charakteristische Materialeigenschaften sehr sicher in der Kraft-Verformungs-Kurve erkennen lassen.

Alle Fallwerke für die Kunststoff- und Verbundwerkstoff-Prüfung zeichnen sich laut Zwick Roell durch einfache Handhabung und schnelle Werteermittlung aus. Mit ihnen soll sich die Materialcharakterisierung unkompliziert durchführen lassen.

„Wir bieten nun ein breites Spektrum an Fallwerken an“, so Produktmanagerin Arnold. „Und wir gehen davon aus, dass es speziell für die beiden neuen Maschinen einen sehr großen Markt geben wird.“ ■


Der Autor

Markus Strehlitz

Redaktion

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