Ein Netzwerk für Kraft Jacobs Suchard

Schokoladenseite

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Ein „Netzwerk der etwas anderen Art“ installierte die Optima Control Systems GmbH mit Sitz in Schwäbisch Hall unlängst bei Kraft Jacobs Suchard im österreichischen Bludenz. Insgesamt 4 Kontrollwaagen vom Typ Kontrollwaage EC-M-FO wurden in der Schokoladenproduktion des vorarlbergischen Werks installiert und unter ComScale NT rechnergesteuert gekoppelt.

Kontrollwaagen werden für die Überprüfung von Gewichtsgrenzen in Produktionsabläufen eingesetzt. Sie überwachen die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben, die durch die Fertigpackungsverordnung (FPV) vorgeschrieben sind. Die Vernetzung mehrerer Kontrollwaagen bietet einige außerordentliche Vorteile: Die Produktion ist von einem zentralen Ort einsehbar. Alle anfallenden statistischen Daten können archiviert und eingesehen werden. Durch die Anbindung von Kontrollwaagen an einen PC lassen sich darüber hinaus alle für die Prozessüberwachung notwendigen Daten zentral eingeben und verwalten. Ein Wechsel der Produktion ist somit mühelos und ohne Eingabe zusätzlicher Werte möglich.

Durch den Produktionsablauf bestimmt, ergibt sich bei KJS noch eine weitere Stärke: Das installierte Netzwerk fasst nicht nur die angelieferten Daten übersichtlich zusammen, sondern versorgt auch die angeschlossenen Kontrollwaagen mit Informationen.
ComScale NT, so der Name der auf Windows NT basierenden Software, kann individuell an spezifische Kundenwünsche angepasst werden. Dies wird besonders deutlich, wenn man die Produktion bei KJS betrachtet. In Bludenz werden für die Marke „Milka“ Schokoladentafeln hergestellt. Im Anschluss an eine Produktionslinie sind vier Verpackungslinien installiert. Jede Linie beinhaltet eine Kontrollwaage, die die 100%Kontrolle der Produkte durchführt und für ihre Linie eine Produktionsstatistik liefert. Das Umfeld ist der Kontrollwaage nicht bekannt. Die Kontrollwaagen aller Linien sind mit einem Master PC vernetzt.
Da jede Kontrollwaage nur ihre eigene Produktion „kennt“, arbeiten FPV-Funktionen wie Mittelwertforderung und 2%Regel nur lokal, d.h. linienbezogen. Der Master-PC als Netzknoten übernimmt die Aufgabe, diesen rein lokalen Bezug zu erweitern: Er fasst die einzelnen Statistiken zu einer Gesamtstatistik zusammen, überprüft diese aufgrund der Mittelwertforderung und der 2%-Regel und übermittelt die gewonnenen Daten zurück an die Kontrollwaagen.
Hierdurch ist gewährleistet, dass die FPV bei gleichzeitiger Reduktion der Schlechtprodukte vollständig eingehalten wird. Dank der zusammenfassenden Betrachtung über alle vier Linien ist eine Minimierung der Schlechtproduktion gewährleistet. Als zusätzlicher Nebeneffekt ermöglicht es die Software, den Produktionsverlauf in grafischer Darstellung zu betrachten. Wichtige Fertigungsinformationen, etwa Mittelwert und Standardabweichung, können ebenso dargestellt werden wie die statistische Verteilung der Produktion. Speziell für Kraft Jacobs Suchard wurde außerdem ein direkt am Steuerstand eingebautes Display als Fernanzeige konstruiert. Auf dieser lassen sich beliebig konfigurierbare Werte der Produktion vom Master-PC aus anzeigen, was einen Einblick in die Produktionsgüte ermöglicht. Wird ein Eingriff in den Prozess notwendig, so kann die vorgenommene Korrektur direkt angezeigt werden. Unnötiges Rückfragen oder zusätzlicher Zeitaufwand durch manuelle Kontrollen entfallen. Die vorgenommene Änderung bezieht sich auf die komplette Produktion und wird nun entsprechend insgesamt betrachtet und nicht mehr nur linienbezogen.
Mit Wägebereichen bis zu 15 kg passen sich die Kontrollwaagen der Serie EC-M an die unterschiedlichsten Produkte an. Dabei lassen sich hohe Durchsatzleistungen von bis zu 200 Wägungen pro Minute realisieren. Als stand-alone Geräte dienen EC-M Kontrollwaagen zur Kontrolle von Sollgewichten gemäß FPV, zum Vollständigkeitscheck von kompletten Gebinden oder zur Sortierung und Klassierung in bis zu fünf Klassen; im Verbund mit einer Abfüllanlage liefern sie Steuersignale für die Tendenzregelung. Zusammen mit dem optional lieferbaren Drucker ermöglichen Kontrollwaagen dieser Typenreihe eine gesicherte Dokumentation des Produktionsverlaufs.
Mit der Übernahme von OCS durch die WIPOTEC Wiegetechnik und Positioniersysteme GmbH, Kaiserslautern, konnte das Produktprogramm erfolgreich ausgebaut und weiterentwickelt werden. Die hohe Flexibilität und die individuelle Anpassung der Produkte an die Wünsche des Kunden sowie die Kompetenz in der Wägetechnologie führten letztlich zum Auftrag für Kraft Jacobs Suchard in Bludenz.
Weitere Informationen A QE 301
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