Vision 98.- Fachmesse fur industrielle Bildverarbeitung Steigende Tendenzen - Quality Engineering

Vision 98.- Fachmesse fur industrielle Bildverarbeitung

Steigende Tendenzen

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„Fünf Monate vor Messebeginn liegen wir bereits über dem Ergebnis des Vorjahres. Wenn das Interesse an dieser Fachmesse so weitergeht, werden wir Ende September ein Plus im zweistelligen Prozentbereich bekannt geben können“, verkündete die Messeleitung der VISION 98 Anfang Juli.

Die VISION hat sich zum Ereignis des Jahres der gesamten Bildverarbeitungsbranche entpuppt und ist das Forum, an dem Systementwickler, Anwender, Problemlöser und Produkte alljährlich gezielt zusammentreffen. Nahezu alle namhaften Firmen rund um die industrielle Bildverarbeitung werden dieses Jahr auf 5400 m2 präsent sein, wenn die VISION 98 als Fachmesse für Komponenten, Systeme und Anwendungen vom 29. September bis 1. Oktober auf den Killesberg in Stuttgart einlädt.

Optimales Ausstellungs-programm
Auf die Überarbeitung des Ausstellungsprogramms 1997 gab es durchweg positive Reaktionen. So liegen auch bei der VISION 1998 fünf Schwerpunkte im Fokus: Bildverarbeitung für industrielle Anwendungen, Bildverarbeitungskomponenten und Meßgeräte, Bildverarbeitungstechnologien, Automatische ldentifizierung sowie Bildverarbeitung für nicht-Industrielle Anwendungen.
Symposium für Mustererkennung
Erstmals wird das Symposium für Mustererkennung, das bereits seit 20 Jahren bei der deutschen Arbeitsgemeinschaft für Muster-erkennung (DAGM) Tradition hat, im Rahmen der VISION 98 durchgeführt. Die Veranstalter sehen darin einen wertvollen Synergieeffekt sowohl für das Messepublikum als auch für die Symposiumteilnehmer. Ziel ist es, einerseits die Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der Mustererkennung vorzustellen, den Erfahrungs- und Ideenaustausch zwischen Experten anzuregen als auch den Nachwuchs zu fördern. Professor Dr. Paul Levi, Leiter vom Institut für Parallele und Verteilte Höchstleistungsrechner (IPVR), dem die organisatorische Leitung des DAGM-Kongresses obligt, möchte auf die interdisziplinäre Natur der Mustererkennung aufmerksam machen. Deshalb soll ein möglichst breites Spektrum von Anwendungsfeldern abgedeckt werden. So werden bei dem Symposium beispielsweise neue Erkenntnisse aus den Bereichen der Bildfolgeanalyse, bei Applikationen in der Medizin, dreidimensionalen Vermessung innerhalb eines Fertigungsprozesses oder auch die natürliche Spracherkennung in geräuschstarken Räumen zur Sprache kommen.
Die Europa Stiftung „Wissenschaft fürs Leben“ hat der DAGM ermöglicht, einen Preis in Höhe von 10000 Mark für herausragende Arbeiten auf dem Gebiet der Mustererkennung zu vergeben. Es sollen Erkenntnisse prämiert werden, die einen wesentlichen Fortschritt auf den Gebieten der Mustererkennung nachweisen können.
VISION-Preis für die Highlights des Jahres
Zum 6. Mal schreibt die Messe Stuttgart International ihren „Bildverarbeitungs-Award“ aus. Prämiert werden innovative Entwicklungen und herausragende praktische Lösungen. 1997 wurde der laseroptische Sensor der FISW Forschungs- und Ingenieurgesellschaft für Steuerungstechnik für die Inspektion von Schweißnähten und das 3D-Endoskop zur Hohlrauminspektion von HGV Vosseler ausgezeichnet. Auf die Gewinner warten 4000 Mark und eine hohe Presseaufmerksamkeit.
Industrial Vision Days
Das Auditorium der Industrial Vision Days hat sich jährlich vergrößert. 1997 wurden 1200 Teilnehmern gezählt. Der Erfolg ist nicht zuletzt der kompetenten Fachabteilung industrielle Bildverarbeitung im VDMA zu verdanken, die weiß, wo der Markt pulsiert und entsprechend die Inhalte gestaltet. Mit den Industrial Vision Days bietet die VISION ein parallellaufendes Forum, das Ausstellern wie Besuchern die Möglichkeit gibt, sich auf den neuesten Wissensstand der Bildverarbeitungs-Technologien zu bringen und Erfahrungen mit hochkarätigen Experten auszutauschen.
Markttrends: Ungezähmtes Wachstum
Mit 580 Millionen Mark Marktvolumen in 1997, wuchs der Gesamtumsatz der deutschen Bildverarbeitungsbranche gegenüber dem Vorjahr um 16 Prozent. Das ergab eine Umfrage der Fachabteilung Industrielle Bildverarbeitung/Machine Vision im VDMA Anfang 1998. Es übertraf sogar die optimistischen Prognosen vom Vorjahr. Rund 33 Prozent des Umsatzes werde im Ausland erzielt. Die Branche öffne sich auch weiterhin für Exportgeschäfte. Westeuropa liege als Abnehmer derzeit an der Spitze, gefolgt von Nordamerika. Aus Osteuropa sei aber auch immer mehr Interesse zu verspüren. Als Hauptabsatzmärkte gelten nach wie vor die Automobilindustrie, Maschinenbau, Metallverarbeitung und Elektronik-Industrie. Im Maschinen- und Anlagenbau bestreite die Bildverarbeitung bereits 10 % des Umsatzes.
Die Kunden kommen aus etwa 20 verschiedenen Branchen, ob aus der Pharmaindustrie, Steinmetzbetrieben oder der Tabakindustrie. Das Spektrum weite sich zunehmend und die Bildverarbeitung ist als echte Querschnittstechnologie zu betrachten. Es ist ein Aufschwung bei nichtindustriellen Anwendungen zu beobachten, die Oberflächeninspektion von Teilen, 2D-Vermessen, Robot/Vision/Lage-und Positionserkennung dominierten jedoch weiterhin. Neben der Qualitätskontrolle- und -sicherung spiele das Anwendungsgebiet der Fertigungsautomatisierung zukünftig eine wichtige Rolle. Maschinensteuer- und regelungen, Materialflußsteuer- und regelungen seien bereits 20 Prozent zuzuordnen.
Die Vertreter der Branche sind voller Optimimus. Dr. Stein (Vitronic GmbH), Vorstandsvorsitzender der Fachabteilung im VDMA, prognostiziert: „Die Anbieter rechnen in diesem Jahr mit Steigerungsraten von 18 Prozent, für 1999 mit etwa 20 Prozent und zur Jahrtausendwende sogar mit darüberliegenden Werten.“
Bedeutung der Software wächst weiterhin
Noch vor den Kameras und Bildwandlern erfahre insbesondere die Software eine stark wachsende Bedeutung, ergab die Umfage in der deutschen Bildverarbeitungsbranche. Auch bestärke sich die Tendenz des Systemgedankens, denn bei 80 Prozent der Anbieter seien Komplettlösungen, die Kamera, Optik, Beleuchtung und Auswerteeinheit (Hard- und Software) integrieren, gefragt.
Entwicklungszeit sparen durch offenes Konzept
Der Trend zu offenen Konzepten wie das Common Vision Concept (CVC) der Stemmer Imaging GmbH soll dem Entwickler das Leben erleichtern, die einzelnen Hard- und Softwarekomponenten zu verknüpfen. Er kann sich auf seine eigentliche Anwendungsaufgabe konzentrieren und muß sich nicht unnötig mit Kompatibilitätsproblemen, etwa unterschiedlichen Bildformaten, Bildraten, Signalformen oder Kanalbreiten, herumschlagen.
Das bringe wesentliche kürzere Entwicklungzeiten. Weltweit stellen bereits mehr als 15 Firmen, darunter FLS Fuzzy Logic Systems, Bitflow und Imagination (USA), Parameter (Schweden), JAI (Dänemark) ihre Tools für CVC zur Verfügung.
Windows 95 und ganz besonders NT setzen sich als Betriebssysteme immer mehr durch. PC-gestützte intelligente Kameras, die eine PC-basierte Entwicklungsumgebung zulassen, gewinnen immer mehr an Bedeutung. Unklar bleibt, weiches Bussystem dominieren wird, ob CompactPCI oder PC/1 04plus oder ein sonstiges.
Hohes Innovationspotential in der Sensortechnik
Fortschritte in der Sensortechnik zeigen robustere kompaktere Lösungen mit Verarbeitungseinheit direkt vor Ort. Lange Videokabel, die oft Störeinflüsse verursachten, entfallen somit. Neuartige Farbsensoren machen CCD-Kameras bei der Oberflächenanalyse zunehmend Konkurrenz. CMOS Bildaufnehmer mit CCD-Bildqualität und Vorteilen der wahlfreien Adressierung befinden sich auf dem Vormarsch. Lichtschranken erfahren Verbesserungen mit höherer Reichweite, Hintergrundausblendung und Polarisationsfilter.
News auf der Vision 1998
BV auch für den Laien
Auf einen einfachen und klaren Aufbau hat die Octum electronic GmbH besonderen Wert gelegt, als das kompakte Bildverarbeitungssystem ev-200 entwickelt wurde. Übersichtliche Menüdarstellung und handliche Bedienung, machen es auch ungelerntem Personal leicht, sicher in der Praxis damit umzugehen. Octum stellt ev-200 erstmals mit weiteren Softwarepaketen zur Qualitätssicherung und für die Automation vor.
A QE 400
Quantensprung in der optischen Prüftechnik
Die tis, Technologie intelligenter sensoren gmbh hat den Funktionsumfang des tis-Sensors erweitert, so daß die Verarbeitungszeiten wesentlich reduziert werden. 2D-Vermessung, Vollständigkeitskontrolle, Lesen und Prüfen von Codierungen gehören zum Aufgabenspektrum. Der Clou ist, mittels einer leicht handbaren Konfigurationssoftware fühlt sich der Anwender in der Lage, den Sensor ohne Spezialkenntnisse selbst einzurichten.
A QE 401
Farberkennung im Geschwlndigkeitsrausch
Auch in schnellen Prozessen können jetzt Oberflächen auf ihre Farben hin inspiziert werden. Die Rheinmetall Elektronik AG hat ein System Colour Engine entwickelt, das aus einer hochauflösenden Farbzeilenkamera mit differentiellen Ein-/ Ausgangssignalen, einem digitalen Farbsignalinterface zur Ansteuerung und Kontrolle, einer Farbzeilenvorverarbeitung in Echtzeit und dem Image-Prozessor SBIP/XL zur Auswertung besteht. Vor 30 Millionen Meßpunkte pro Sekunde und 16 Millionen Farben schreckt der Farbsensor nicht zurück. Beim Sortieren von Schüttgut, schafft es das System mehrere Tausend Objekte in der Sekunde nach Farbe und Form zu trennen.
A QE 402
Schneller am Markt durch Sichtprüfung und Mustererkennung
Ein Rapid-Prototyping-System namens QuickCog hat die Phytec Meßtechnik in Mainz zusammen mit der Universität Dresden entwickelt. Über 70 Bildverarbeitungsalgorithmen stehen bereit. Es ist eine Komplettlösung für Sichtprüfungen und Muster-erkennung, das Bild- und Signalverarbeitung, Merkmalsberechnung, Klassifikation und Auswertung einschließt. Stichproben-orientierte Visualisierung des Merkmalraums bietet hohe Transparenz.
A QE 403
Frame-Grabber-Family
Leistungsfähige Frame-Grabber müssen laut Matrox nicht teuer sein. Mit einer neuen Familie Meteor-II steigert das Unternehmen die Fähigkeit des Vorgängers. Um den vielfältigen Kameraschnittstellen gerecht zu werden, entstanden verschiedene PCI-Frame-Grabber-Versionen.
A QE 404
CMOS-Sensoren auf dem Vormarsch
Erstmals wird die Matrix Vision Bildverarbeitung eine ICMOS-Kameralösung vorstellen, die sowohl schwierige Beleuchtungsbedingungen in den Griff bekommt als auch Geschwindigkeitsproleme löst. Zum Einsatz kommen hier CMOS-Sensoren, die zukünftig eine große Rolle spielen werden. Für den unteren und mittleren Leistungsbereich hat Matrix Vision zudem eine PCI-FrameGrabber-Serie entwickelt, deren Herzstück ein leistungsfähiger Imageprozessor ist.
A QE 405
Schnell und scharf
Wenn es darauf ankommt Objekte, die sich schnell bewegen dennoch scharf und mit hoher Auflösung aufzunehmen, ist die 1,3 Megapixelkamera Al13 der Basler Vision Technologies gerade richtig angesiedelt. Aufgrund ihrer quadratischen Sensorelemente eignet sie sich gut für meßtechnische Aufgaben. Es sei keine aufwendige Korrektur eines ungleichen Höhen-/Breitenverhältnisses notwendig.
A QE 406
Unterschriften lügen nicht
Eindeutig identifizierbar ist der Mensch über seinen Fingerabdruck, die Iris oder auch seine Handschrift. Die Gesellschaft für intelligente Bildverarbeitung wird zeigen, wie sicher „Selbstlernende Intelligente Systeme“ (SIS) Unterschriften erkennen können.
A QE 407
Kamera wird nie kopflos
Ein neues Industriekamerakonzept M 530 zeigt JAI. Es ist eine Standardkameraserie mit abgesetztem Sensorkopf, deren Stärke in den Bereichen Betriebsmodi und Integrierbarkeit liegt. In der engsten Ecke findet die Kamera Platz, weil sie zwischen einem Mini-C-Mount-Kopf (AE 28 mm) oder Mikrokopf mit 17 mm Durchmesser wählen kann. Eine flexible Kabellänge schafft zudem Vorteile.
A QE 408
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