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Tracken auf Teufel komm raus

Eine Redaktion – zwei Meinungen
Tracken auf Teufel komm raus

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Food Tracker versprechen mehr Transparenz für Endverbraucher: Was ist eigentlich genau in einem Lebensmittel drin? Bild: Robert Kneschke/stock.adobe.com
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Die Rückverfolgbarkeit von Produktionsmitteln wie etwa Handmessmitteln macht in Unternehmen großen Sinn. Doch benötigen wir das Tracking von Waren – seien es erwartete Pakete oder der Ursprung von Lebensmitteln – auch im privaten Alltag? Oder ist das alles nur nette Spielerei? Die Redaktion von Quality Engineering ist da unterschiedlicher Meinung.

Es ist wie Weihnachten: Wenn ich etwas im Online-Handel bestellt habe, freue ich mich darauf. Und kaum ist die E-Mail mit der Versandbestätigung angekommen, geht der Countdown los: Nur noch zwei Tage bis zum Auspacken, nur noch ein Tag… Denn man kann ja heute bei den meisten Bestellungen im Internet nachverfolgen, wo sich das Paket gerade befinden – und wann es wohl zu Hause eintreffen wird. Zumindest suggerieren die Online-Systeme der Logistikunternehmen, dass diese uns Kunden immer zeitnah informieren über den Status. Doch das stimmt keinesfalls: Ich wartete kürzlich dringend auf die Lieferung einer neuen Tonerkartusche. Doch obwohl mir die Sendungsverfolgung hoch und heilig versprach, dass das Päckchen am Donnerstag ankommt, kam es erst am Freitag, als weder ich noch ein Nachbar zu Hause waren. Haben Sie schon mal an einem Samstag in der Post für ein Päckchen angestanden? Ein anderes Mal gab die Sendungsverfolgung mir die Auskunft, dass das Paket am folgenden Tag ankommen sollte. Und just, als ich dies sah, klingelte es an der Tür. Was glauben Sie, wer und was dies war? ■

Die Fülle an Waren in einem durchschnittlichen Supermarkt ist riesig. Genauso groß ist allerdings auch die Gefahr, beim Griff ins Regal auf die dunkle Seite der Macht zu geraten – weil das Produkt unter unzumutbaren Umständen hergestellt wurde, fünf Mal um die Erde geflogen wurde oder Inhaltsstoffe enthält, die aus gesundheitlicher oder ethischer Sicht bedenklich sind. Ich bin sehr froh, dass es mittlerweile Apps gibt, die Transparenz in die Sache bringen. Sie geben Auskunft über Herkunft, Qualität und Inhaltsstoffe eines Produkts. Dafür muss man im Laden nur den Bar-Code auf der Verpackung scannen. Natürlich ist fraglich, wie verlässlich diese Informationen sind. Aber es ist wenigstens ein Schritt in die richtige Richtung. Und ich habe nicht mehr das Gefühl, als Verbraucher komplett machtlos zu sein. Ein App, die mir sagt, dass meine Milch von glücklichen Kühen oder mein Kaffee von fair bezahlten Bauern stammt, ist keine Garantie für einen nachhaltigen Einkauf. Aber sie erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass ich ein Produkt kaufe, das mir kein schlechtes Gewissen macht. ■

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