Lackierte Kunststoffanbauteile für die Automobilindustrie

Verbessertes Farbtonmanagement

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Um die Qualitätssicherung effizient zu gestalten und lackierte Kunststoffanbauteile objektiv bewerten zu können, setzt der Automobilzulieferer Brandl ein Mehrwinkelfarbmessgerät von X-Rite ein. Diese Messtechnik bietet sowohl im Wareneingang wie auch in der laufenden Qualitätskontrolle viele Vorteile. Um auch kleine Anbauteile mit hoher Genauigkeit zu prüfen, hat jetzt der Anwender in einen neu entwickelten speziellen Messtisch investiert.

Firma Brandl – ein mittelständisches Unternehmen aus Mamming beliefert seit vielen Jahren sowohl alle namhaften Tier1-Automobilzulieferanten als auch die OEM-Kunden direkt mit lackierten Kunststoffanbauteilen. Der Themenbereich Qualitätssicherung nimmt im ISO-9001 zertifizierten Unternehmen seit jeher einen sehr hohen Stellenwert ein. Im Einklang mit dem immer größer werdenden Anteil an Effektfarben wuchs auch der Qualitätssicherungsaufwand. Visuelle Kontrollen der lackierten Bauteile mussten unter den verschiedensten Beobachtungsbedingungen durchgeführt werden. Nicht selten war es notwendig, den Kunden aufzusuchen, um die produzierten Bauteile direkt am Auto zu bewerten und mögliche Missverständnisse aus zu räumen. Um diesen Prozess objektiver gestalten zu können, wurde vor ca. 5 Jahren die Anschaffung eines X-Rite MA68II Mehrwinkel Spektralphotometers entschieden.

Deutliche Vorteile
Durch Einsatz dieser Messtechnik konnten sowohl bei der Wareneingangskontrolle als auch bei der Endkontrolle entscheidende Vorteile gewonnen werden.
In der Wareneingangskontrolle wird von den gelieferten Lacken eine Kontrolllackierung durchgeführt und vermessen. Differenzen zu vorherigen Lieferungen können einfach erkannt, dokumentiert und im direkt Dialog mit dem Lackhersteller abgestellt werden, bevor diese möglicherweise zu einem größeren Schaden führen. In der Endkontrolle wird ein repräsentativer Anteil der verschiedenen Bauteile und Farbeinstellungen vermessen. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass die Lieferteile innerhalb der mit dem Kunden vertraglich vereinbarten Toleranzwerte liegen.
Herr Oliver Fuchs (stellvertretender Geschäftsführer, Brandl) teilte dazu mit: „Wir sehen deutliche Vorteile, wenn wir die Farbe eines Anbauteiles durch objektive Messdaten mit unserem Kunden kommunizieren können.“ Mit einigen unserer Kunden sind wir inzwischen soweit vorangeschritten, dass diese zu jeder Zeit die Messdaten der von uns vermessenen Produkte auf unserem Server abholen und direkt zu den im Hause lackierten Karossen vergleichen können.“
Basierend auf den sehr guten Erfahrungen bei den „großen Anbauteilen“ suchte das Unternehmen Brandl schon länger nach einem Weg, die Lackfarben auch im Bereich der Kleinteile objektive bewerten zu können. Hierbei stellt die Bauform von vielen Kleinteilen, welche verschiedenste Wölbungen aufweisen, eine große Herausforderung an die Mehrwinkelmessung dar. Bei vielen Bauteilen ist es nämlich so, dass nur eine oder 2 Positionen am Bauteil für eine aussagekräftige Messung geeignet sind. Selbst wenn diese Messpunkte von den Mitarbeitern jeweils eindeutig identifiziert und das Messgerät richtig positioniert werden können, führt eine manuelle Messung häufig nur zu bedingt reproduzierbaren Werten.
Auch kleine Teile bewerten
Vor einigen Monaten wurde ein Farbmesstisch für das MA68II erworben, welcher von der Volkswagen AG, der Lau GmbH und der X-Rite GmbH entwickelt wurde. Mit diesem Tisch und Positionierhilfen können nun auch Profilleisten und andere kleine Anbauteile präzise vermessen und objektiv bewertet werden. In der ursprünglichen Zielsetzung wurde definiert, dass man eine relative Genauigkeit erreichen möchte, d.h. Bauteile, die an der gleichen Messposition gemessen werden, sollen keine Farbdifferenzen (bzw. nur Farbdifferenzen innerhalb der Toleranzgrenzen) aufweisen. Mittlerweile wurde das Konzept jedoch so weit optimiert, dass man durch die Definition einer geeigneten Messposition, die jeweils millimetergenau wieder eingestellt werden kann, eine hohe Genauigkeit erreichen kann. D.h. die Messdaten der Bauteile können direkt zu den Messdaten der Mastervorlagen verglichen und zu den Toleranzen bewertet werden.
Inzwischen haben sich auch die OEM-Kunden von den neuen Möglichkeiten überzeugt und der messtechnischen Farbbewertung von Kleinbauteilen mit einem MA68II zugestimmt. Damit können in der Zukunft auch für bombierte Bauteile eindeutige objektive Liefertoleranzen mit den Kunden definiert werden und der bisher notwendige Begleitaufwand durch visuelle Abmusterung vor Ort deutlich reduziert werden.
Die nächsten Herausforderungen für die Firma Brandl werden kommen, wenn die Effektpigmente der 2.Generation stärker in der Serienlackierung eingesetzt werden. Um die Farbeffekte bei unterschiedlichen Beleuchtungswinkeln beurteilen zu können, ist dann ein Mehrwinkelspektralphotometer mit einer zusätzlichen Beleuchtungsgeometrie erforderlich. Dieser Themenbereich wird zurzeit in den internationalen Standardisierungsgremien ASTM und DIN heftig diskutiert.
X-Rite GmbH, Neu-Isenburg
QE 509
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