Interaktive Messfunktionen ohne Programmierung

Virtuelle Instrumente

Der Assistent für Instrumenten-I/O erlaubt die rasche Durchführung von Messungen und die Entwicklung einfacher Instrumente.
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Die neue Version LabVIEW 7 Express, in die erheblich mehr Entwicklungsaufwand investiert wurde als in jede andere Vorgängerversion, stellt einen Meilenstein in der Evolution der grafischen Programmierumgebung dar. LabVIEW 7 Express ist ein leistungsstarkes, flexibles Entwicklungswerkzeug in einer bedienfreundlichen Umgebung.

Nicole McGarry LabView Produktmanagerin, National Instruments

Zu den neuen Raffinessen zählen konfigurationsgestützte VIs, interaktive Messfunktionen, die keinerlei Programmierung erfordern, Werkzeuge für anspruchsvolle Anwendungen, optimierte Leistungsfähigkeit sowie die Möglichkeit, LabVIEW nun auf noch mehr Plattformen und Zielgeräten auszuführen. All dies spiegelt sich in einer sichtbar reduzierten Entwicklungszeit wider. Vor dieser neuen Version mussten sich diejenigen, die eine Messanwendung entwickeln wollten, zwischen der Flexibilität und Skalierbarkeit herkömmlicher Programmiersprachen und der einfachen sowie interaktiven Bedienbarkeit konfigurationsgestützter Werkzeuge entscheiden – die Kombination beider Varianten war bis dato nicht möglich. Dank seiner Neuerungen wie etwa den Express-VIs, neuen Assistenten sowie der Möglichkeit, LabVIEW nun auf noch mehr Zielgeräten zu nutzen, schafft LabVIEW 7 Express den Brückenschlag zwischen Leistungsfähigkeit und Benutzerfreundlichkeit und ermöglicht so allen eine effizientere Anwendungsentwicklung.
Zielgerichtete Entwicklung
Nicht nur die Entwicklungs-, auch die Einarbeitungszeit wird mit neuen Tools wie den genannten Express-VIs, Anwendungsvorlagen und einer intelligenten Entwicklungsumgebung erheblich reduziert. Bei Express-VIs – vorgefertigten LabVIEW-Programmen für die gängigsten Prüf- und Messanwendungen – wurde die Messfunktionalität in einfach zu handhabenden, interaktiven VIs verpackt. Zieht man ein solches VI per Drag&Drop in das Blockdiagramm von LabVIEW, so kann mittels weniger Mausklicks die Datenerfassungs-, -analyse- oder -darstellungsfunktion über die Eigenschaftsdialoge konfiguriert werden. Mehr als 30 leistungsstarke Express-VIs mit den verschiedensten Funktionalitäten – angefangen bei Datenerfassung über Gerätesteuerung bis hin zu Messwertanalyse und Datei-I/O – tragen zu einer zügigen Anwendungsentwicklung bei. Zudem bietet LabVIEW 7 Express Anwendungsvorlagen und Designmuster, die als erster Ansatz für die zu erstellende Applikation genutzt werden können. Mit der Funktion Beispiele finden kann der Anwender LabVIEW nach mehr als 500 darin enthaltenen Beispielprogrammen durchsuchen oder sich direkt auf eine Website leiten lassen, auf der Tausende weiterer Beispiel-VIs zu finden sind. Gibt man an, welche Hardware im System eingesetzt wird, so filtert diese Funktion aus den Suchergebnissen den für die jeweilige Anwendung relevanten Code heraus. Ebenso können eigene Vorlagen erstellt und anderen LabVIEW-Entwicklern zur Verfügung gestellt werden.
Weitere Neuerungen beschleunigen die Entwicklung von VIs erheblich. So sorgt beispielsweise die aktualisierte Version des AutoTools für eine wesentlich schnellere Erstellung sowohl von Frontpanels als auch von grafischem Code. Eine neue Funktion ist das benutzerspezifisch anpassbare Raster, welches das Ausrichten von Objekten vereinfacht. Des Weiteren sind die Symbole für Frontpanelobjekt-Anschlüsse im Blockdiagramm nun selbsterklärend und lassen sich aufgrund ihrer optischen Ähnlichkeit zu ihren Pendants auf dem Frontpanel diesen leicht zuordnen. Ferner können Objekte auf dem Frontpanel nun mit ebenfalls neuen Eigenschaftsdialogen, sprich mit einfach zu konfigurierenden Dialogfeldern, benutzerspezifisch angepasst werden.
Zwei neue Strukturen in LabVIEW 7 Express schließlich optimieren die Lesbarkeit des Programmcodes. Aufgrund der neuen flachen Sequenzstruktur kann eine Sequenz flach wie ein Filmstreifen angelegt sein und muss nicht mehr gestapelt dargestellt werden, so dass der Datenfluss einfacher visualisiert werden kann.
Der ebenfalls neue Feedback-Knoten liefert einen zusätzlichen Mechanismus zur Übertragung von Daten zwischen Schleifendurchläufen. Dieser Knoten funktioniert auf die gleiche Art und Weise wie das Schieberegister, ist jedoch insbesondere für Regelungsanwendungen optisch intuitiver. Bereits mit allen Vorgängerversionen von LabVIEW wurde der Datenerfassungsprozess jeweils vereinfacht – LabVIEW 7 Express jedoch wartet mit einigen neuen Werkzeugen auf, die sowohl die Datenerfassung als auch die Gerätesteuerung noch einfacher gestalten. Dank der neuartigen Architektur des Treibers NI-DAQ sowie zwei neuer interaktiver Assistenten für die Datenerfassung und Gerätesteuerung ist der Anwender nun in der Lage, Messungen und Analysen schneller durchzuführen, als dies bisher möglich war.
Assistenten
Die genannten Assistenten sind neuartige VIs, die den Anwender schrittweise durch die Konfiguration, Prüfung und Programmierung von Messaufgaben führen und automatisch Code erstellen können, der sich sogar an spezielle Anforderungen anpassen lässt. Der neue DAQ-Assistent z. B. ermöglicht die rasche Konfiguration der Datenerfassungsaufgabe, so dass beispielsweise Timing-, Skalierungs- und Triggerfunktionen ganz ohne Programmierung individuell angepasst werden können. Der hierbei erzeugte Code ist leistungsfähiger als derjenige sämtlicher Vorgängerversionen.
Der Assistent für Instrumenten-I/O wiederum erlaubt die direkte Kommunikation mit GPIB-, Ethernet-, USB-, PXI-, VXI- und RS-232/485-basierten Geräten. Mit diesen interaktiven Wizards lassen sich Prototypen von Gerätesteuerungssystemen erstellen, Messungen im Handumdrehen vornehmen und sogar einfache Gerätetreiber entwickeln. Zusätzlich bietet LabVIEW 7 Express mehr als 400 integrierte Messanalysefunktionen sowie eine Vielzahl von Express-VIs, mit denen sich aus jedem beliebigen Satz an erfassten Daten nützliche Informationen extrahieren lassen.
Programmierung
Die Programmierumgebung LabVIEW und ihre Messwerkzeuge sind nun nicht nur intelligenter und noch einfacher zu bedienen als bisher, sondern verfügen auch über neue Funktionen für optimiertes Applikationsdesign, für ein professionelles Erscheinungsbild der Benutzeroberfläche und grafische Fehlerbeseitigungsfunktionen. Eines dieser leistungsstarken Werkzeuge ist die Ereignisstruktur. Diese wurde in LabVIEW 7 Express mit der Möglichkeit ausgestattet, auf anwenderdefinierte und dynamische Ereignisse zu reagieren. Mit anwenderdefinierten Ereignissen lassen sich Ereignisse nun programmatisch ausführen und hängen daher nicht mehr von Eingaben des Anwenders auf der Benutzeroberfläche ab. Zusätzlich verleiht die Registrierung dynamischer Events dem Anwender insofern mehr Flexibilität bei der Steuerung, als er bestimmen kann, welche Ereignisse überwacht und auf welche – je nach Kontext der Anwendung – reagiert werden soll.
Ferner bietet LabVIEW 7 Express eine neue Funktion zur Erstellung anspruchsvoller Benutzeroberflächen: das Subpanel (oder untergeordnetes Panel). Mit diesen Subpanels lassen sich aktive VI-Frontpanels in die Oberflächen von VIs der höchsten Hierarchie integrieren, so dass dem Anwender eine modulare und dennoch einheitliche Benutzeroberfläche zur Verfügung steht. Subpanels sind besonders für große Applikationen äußerst nützlich, die anspruchsvollere Benutzeroberflächen erfordern. Die ebenfalls neu eingeführte Baumstruktur – eine von Kunden häufig gewünschte Technik – sorgt zudem für erhöhte Flexibilität bei der Navigation auf der Benutzeroberfläche.
Einsatz auf FPGAs und PDAs
Vorteilhaft bei Anwendungen, die mit LabVIEW 7 Express entwickelten wurden, ist, dass sie sich sowohl auf FPGAs als auch auf PDAs nutzen lassen. Diese neuen Module ergänzen die bereits existierenden Module LabVIEW Real-Time und LabVIEW Datalogging and Supervisory Control, die ebenfalls in der neuen Version erhältlich sind.
Bereits seit seiner Markteinführung im Jahre 1986 zählt LabVIEW zu den leistungsstärksten und bedienerfreundlichsten Umgebungen für die Erstellung von Mess-, Prüf-, Design-, Steuer- und Regelanwendungen. LabVIEW 7 Express, das für die Plattformen Windows, Mac OS X, Solaris und Linux erhältlich ist, setzt diese Tradition der Innovation fort und trägt somit zum Erfolg seiner Anwender bei.
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