Leitmesse für industrielle Bildverarbeitung in Europa

Voll im Bilde

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Mit 4.800 Besuchern, davon 15 Prozent aus dem Ausland, ist die VISION ‘99 erneut sehr erfolgreich zu Ende gegangen. Vom 12. bis 14. Oktober 1999 zeigten 124 Aussteller – so viele wie noch nie – sowie 33 vertretene Firmen Komponenten und Systeme rund um die industrielle Bildverarbeitung (IBV) auf dem Stuttgarter Messegelände. Ein Erfolg war auch das Rahmenprogramm mit einem erstmals veranstalteten Einsteiger-Workshop, den Industrial Vision Days, dem VISION-RoboCup 99 sowie dem parallel zur VISION ‘99 veranstalteten 12. Heidelberger Bildverarbeitungsforum (siehe Kennziffern QE 405 bis QE 417)

Tatsächlich ist die VISION für Besucher und Aussteller gleichermaßen eine lupenreine Fachmesse ohne Streuverluste. Gezeigt werden ausschließlich Komponenten und Systeme aus allen Bereichen der industriellen Bildverarbeitung und 99 Prozent der Besucher kamen aus rein fachlichem Interesse, so das Ergebnis der Besucherbefragung.

Internationalere Besucherstruktur
Die VISION ist nicht nur die IBV-Messe für Deutschland – 71 Prozent der Fachbesucher kommen aus einem Umkreis von mehr als 100 Kilometern – sie ist mit einem Auslandsbesucheranteil von 15 Prozent auch noch internationaler geworden. Vorwiegend kamen die ausländischen Besucher aus Italien, gefolgt von der Schweiz, den Niederlanden, Österreich, Großbritannien, Frankreich und Belgien. Aber auch aus den USA und aus Asien konnten die Aussteller Besucher an ihren Ständen begrüßen. Von den Besuchern – die zu 62 Prozent aus der Industrie kamen – interessierten sich 64 Prozent für industrielle Bildverarbeitungsanwendungen. Für 56 Prozent waren IBV-Technologien interessant (das sind Hard- und Softwarelösungen, neuronale Netze, Fuzzy Logic etc.) und 52 Prozent waren auf der Suche nach Komponenten (Mehrfachnennungen). Die VISION ist eine Fachmesse für Entscheider, da 94 Prozent der Fachbesucher in Beschaffungs- und Einkaufsentscheidungen einbezogen sind, davon 74 Prozent entscheidend. Von den Besuchern kamen 40 Prozent aus Betrieben mit mehr als 500 Beschäftigten, ein Indiz dafür, dass die industrielle Bildverarbeitung verstärkt Einzug in die Industrie hält.
Trend: PC-basierte Systeme
Im Branchentrend liegen nach wie vor PC-basierte Systeme, aber auch zunehmend rechnerintegrierte Kameras mit mehr Leistung für ganz spezifische Anwendungen. Damit deckt die IBV teilweise das Segment der herkömmlichen Lichtschrankentechnik ab, was bereits einige Lichtschrankenhersteller dazu veranlasst hat, Kooperationen mit IBV-Herstellern zu schließen. Für die industrielle Bildverarbeitung bedeutet dieser Trend eine Marktausweitung in den LowCost-Bereich hinein. Ein Trend der noch in den Kinderschuhen steckt ist die CMOS- Technik. CMOS-Sensoren sind im Kommen, stehen derzeit jedoch noch vor einer breiten industriellen Einführung. Weil der Applikationsmarkt für IBV generell im Wachsen begriffen ist, bieten die Komponentenhersteller nunmehr auch ein breiteres Spektrum von Komponenten speziell für diese Anwendungen an.
Hochkarätige Informationen
Von der enormen Bandbreite des Ausstellungsangebotes zeigten sich die Fachbesucher sehr beeindruckt, 88 Prozent erklärten, das Angebot sei gut bis sehr gut. Auf der Suche nach Neuheiten waren 58 Prozent, 53 Prozent der Fachbesucher kamen mit konkreten Problemen für die sie Lösungen suchten. 98 Prozent sagten, der Besuch der VISION ‘99 habe sich für sie gelohnt und alle (100 Prozent!) waren mit den Info- und Kontaktmöglichkeiten an den Messeständen zufrieden. Ein Lob an die Aussteller, die mit hochqualifiziertem Standpersonal angereist waren.
Die Aussteller zeigten nach eigenen Angaben auf der Vision 99 zu 84 Prozent Marktneuheiten und Verbesserungen, ein Indiz dafür, dass die Vision tatsächlich eine Neuheitenbörse ist. 81 Prozent der Aussteller zeigten sich mit dem Besucheraufkommen zufrieden, 87 Prozent mit der fachlichen Qualifikation der Besucher. Interessiert zeigten sich die Aussteller vor allem an Besuchern aus dem Maschinen- und Anlagenbau (63 Prozent), der Elektronik und Elektrotechnik (38 Prozent), der Medizintechnik (36 Prozent), der Metallbe- und -verarbeitung sowie der Pharma-Industrie (je 35 Prozent, Mehrfachnennungen). Tatsächlich fanden dann auch 92 Prozent ihre gewünschte Zielgruppe auf der Vision ‘99.
Tendenz weiter steigend
Bei der derzeitigen Marktlage ihrer Branche sehen 84 Prozent der Aussteller eine steigende Tendenz. Die zukünftige Branchensituation wird sogar von 91 Prozent als sehr positiv und mit steigender Tendenz beurteilt. Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass 70 Prozent der Aussteller mit einem guten bis sehr guten und weitere 23 Prozent immer noch mit einem befriedigenden Nachmessegeschäft rechnen.
Für das umfangreiche Rahmenprogramm der VISION ‘99 interessierten sich zwei Drittel aller Besucher. Der erstmals veranstaltete IBV-Einsteiger-Workshop konnte mif 22 Teilnehmern einen guten Auftakt verbuchen. Er wird auch im nächsten Jahr wieder veranstaltet werden, weil der Bedarf an Informationen über IBV-Systeme nach wie vor groß ist.
Die Industrial Vision Days waren auch in diesem Jahr wieder sehr erfolgreich. Sie boten 36 Vortragsveranstaltungen aus allen Bereichen der IBV und haben rund 1480 Zuhörer angelockt, was einem Zuwachs von 15 Prozent entspricht.
Der VISION-RoboCup 99 für Kleinroboter der Medium Size League hatte ebenfalls wieder ein begeistertes Publikum. Am packenden 2-tägigen Fußballturnier um die offenen deutschen Meisterschaften beteiligten sich sechs Mannschaften. Durchsetzen konnte sich schließlich das Team der Uni Freiburg vor den Teams der Unis Stuttgart und München.
Der Preis für angewandte Bildverarbeitung ging in diesem Jahr an den Geschäftsführer von Gavitec in Würselen, Jörg Küchen, für ein Plug-and-Play zur Lesung von 2D Codes auf beliebigen Texturen.
Das zeitgleich zur VISION ‘99 am ersten Messetag veranstaltete 12. Heidelberger Bildverarbeitungsforum konnte mit einer sehr guten Beteiligung von 90 Teilnehmern abschließen.
Die Teilnehmer waren mit dem Forum und dessen Inhalten sehr zufrieden und haben die Anbindung an die Vision als sehr positiv empfunden. Prof. Bernd Jähne, wissenschaftlicher Leiter des 12. Heidelberger Bildverarbeitungsforums, Uni Heidelberg: “Das Forum konnte wieder relevante Anstöße für die tägliche Praxis der Teilnehmer vermitteln und ist damit seinem Anspruch als Veranstaltung des Wissenstransfers gerecht geworden.”
Im nächsten Jahr wird die VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik (GMA) gemeinsam mit dem VDMA ihre Fachtagung “Bildverarbeitung im industriellen Einsatz” als Rahmenveranstaltung zur Vision 2000 am 18. und 19. Oktober 2000 in Stuttgart abhalten. Geplant sind Plenarvorträge, Fallstudien und Forschungsberichte zu den Themenschwerpunkten Hardware und Systeme, Verfahren und deren Anwendung sowie Einsatz in der Praxis.
Die Tagungsleitung obliegt Dr.-rer.nat. R. Borst sowie Prof. Dr.-Ing. Madhukar Pandit. Konferenzbeiträge können noch bis zum 30. April 2000 in Kurzfassung bei der VDI/VDE-GMA eingereicht werden.
Ausstellerstimmen zur VISION ’99
Wilhelm Stemmer, Geschäftsführer Stemmer Imaging GmbH, Puchheim: „Die Vision ‘ 99 in Stuttgart war aus meiner Sicht um Klassen besser als die Vision Expo West im September in Las Vegas. Allein vom Andrang am Stand her würde ich sagen, dass in Stuttgart mindestens vier mal so viel los war als in den USA. Ein großer Erfolg für uns.”
Can Asiltürk, technischer Vertrieb Sony Deutschland GmbH, Köln:
„Qualitativ eine sehr gute Messe. Die Internationalität hat weiter zugenommen, alle wichtigen Aussteller der Branche waren da. Die Vision ist europaweit die wichtigste Messe für industrielle Bildverarbeitung.”
Don W. Braggins, Director UK Industrial Vision Association:
„Die Vision ist ganz klar die bedeutendste Messe für IBV in Europa.”
Gabriele Jansen, Geschäftsführerin QuISS GmbH, Puchheim:
„Mit 124 Ausstellern aus 14 Ländern hat sich die Vision in Stuttgart zur größten europäischen Messe für industrielle Bildverarbeitung entwickelt. Für uns als Anbieter von schlüsselfertigen Bildverarbeitungslösungen war in diesem Jahr besonders die hohe Anzahl von Entscheidern aus den Bereichen Automobil- und Elektronikindustrie unter den Besuchern erfreulich.”
Enis Ersü, Geschäftsführer ISRA Vision Systems GmbH, Darmstadt:
„ISRA war einige Zeit nicht auf der Vision, weil wir die Strategie verfolgt haben, auf Messen unserer Kunden auszustellen. Die Teilnahme an der Vision verlief für uns von daher überraschend gut und sogar noch besser als erwartet.”
Christian Hegarty, technischer Vertrieb Cork Opt Ltd., Cork/Irland:
„Die Vision ‘99 war exzellent. An unserem Stand war durchweg sehr qualifiziertes und stark auf IBV fokussiertes Publikum. Uns haben sich in Stuttgart sehr gute Verkaufsmöglichkeiten eröffnet.”
Dr. György Akos, Geschäftsführer Cortex Technical R&D Ltd., Budapest/Ungarn:
„Wir sind zufrieden und hatten mehrere gute Kontakte, die uns auf ein Nachmessegeschäft hoffen lassen. Für die Zukunft erhoffen wir uns mehr, dies war allerdings unsere erste Vision, wir müssen noch bekannter werden.”
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