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Control: Weniger Besucher, aber Qualität stimmte

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Control: Weniger Besucher, aber die Qualität stimmte

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Die Control hat 2022 nach zwei Jahren Pandemiepause einen guten Restart hingelegt. Bild: Agentur Kindt/Schall
Die Control verzeichnete in diesem Jahr deutlich weniger Besucher und Aussteller als 2019; doch waren die Aussteller sehr zufrieden mit der Qualität.

Mit 18.531 Fachbesuchern zählte die 34. Messe für Qualitätssicherung vom 3. bis 6. Mai 2022 rund ein Drittel weniger Besucher als bei der letzten Veranstaltung 2019.

Auch die Zahl der Aussteller war rückläufig: Statt 870 waren es in diesem Jahr 617 auf knapp 23.000 m2 Fläche in sechs Hallen auf dem Stuttgarter Messegelände. Dennoch war es für die meisten Aussteller, die Weiterentwicklungen aus den Bereichen Mess- und Prüftechnik, Qualitätsmanagement, Bildverarbeitung, Sensortechnik zeigten, eine gute Messe nach der pandemiebedingten zweijährigen Pause. Allenthalben war auf den Ständen zu hören, dass die Erwartungen hinsichtlich Besucherzahl und -qualität übertroffen wurden.

„Es ist klasse, dass wir wieder auf der Control ausstellen können nach zwei Jahren Verzicht“, sagte Gerhard Mohr, Geschäftsführer von Kapp Niles Metrology in Großostheim. „Es ist erfreulich zu erleben, dass die Fachbesucher wieder anreisen, dass die Präsenzmessen wieder Fahrt aufnehmen und dass wir uns ein Stück der alten Realität nähern.“ Georg Gutsch, Gebietsverkaufsleiter bei Kapp Niles bekräftigte dieses Statement und ergänzt: „Der persönliche Austausch hat einfach viele große Vorteile, die bei Online-Formaten gar nicht möglich sind.“

SKZ zeigt sich sehr zufrieden

Auch Hubert Meintrup, Advisor New Technology bei Matrix Automations GmbH in Ostfildern, äußerte sich erleichtert darüber, für Interessenten und Anwender in der Branche endlich wieder sichtbar zu sein. „Wir freuen uns, dass wir wieder hier sein können.“ Ebenfalls erfreut äußerte sich Matthias Ruf, Leiter Vertrieb am Kunststoffzentrum SKZ in Würzburg. „Für uns verlief die Control schon ab dem ersten Messetag erfolgreich und mit großem Interesse seitens der Besucher“, erklärte Ruf. „Wir sind froh, uns hier als SKZ fachlich präsentieren zu können.“

31 % der Aussteller waren aus dem Ausland angereist; dabei kamen 6 % Prozent aus der Schweiz, 4 % aus Italien, 3 % aus den USA und gut 2 % aus Großbritannien.

„Diese Messe wurde mit großer Vorfreude, mit Spannung und mit bester Stimmung im Vorfeld erwartet. Denn wir alle haben den persönlichen Austausch vermisst, das Fachgespräch auf Augenhöhe, das echte Erleben der Anlagen mit allen Sinnen. Das ist jetzt zum Glück wieder möglich“, betonte auch Bettina Schall, Geschäftsführerin des Messeveranstalters P. E. Schall.

In allen Hallen war durchweg zu spüren, dass der Bedarf an persönlichem Austausch über Neuentwicklungen groß ist. In den vergangenen drei Jahren seit der letzten Control hat die Qualitätssicherung aufgrund der wachsenden Automatisierung und Digitalisierung, der kontaktlosen Abläufe und Remote-Services, der kleinen Losgrößen, der Null-Fehler-Fertigung und Datenanalysen eine neue Bedeutung erlangt. Deshalb waren Neuigkeiten rund um Mess- und Prüftechnik, Werkstoffprüfung, Analysegeräte, Visionstechnologie, Bildverarbeitung, Sensortechnik sowie Wäge- und Zähltechnik mit Spannung erwartet worden.

KI ist in der Qualitätssicherung angekommen

Vor allem auch der Einsatz von Verfahren der Künstlichen Intelligenz (KI) stieß auf großes Interesse. Dass KI längst in der Produktion angekommen ist und QS-Abläufe maßgeblich vereinfacht, war an vielen Stellen zu erleben. Auch kleine industrielle Unternehmen können einen einfachen Einstieg in die KI-Unterstützung realisieren, das zeigten zum Beispiel die beiden Aussteller Denkweit und Xactools gemeinsam: Messvorgänge müssen zunehmen schnell vonstattengehen, und sie müssen immer zuverlässiger sein. Dabei unterstützen KI-gestützte Methoden. Zu den aktuellen Themen gehört auch, dass Mess-, Prüf- und Inspektionsvorgänge integrierter Bestandteil der Fertigungsabläufe sind. Statt in eigens geschaffenen Messumgebungen finden immer mehr Mess- und Prüfvorgänge in der Fabrik statt. Die Technik dafür muss somit so ausgelegt sein, dass Staub und Schwingungen die Ergebnisse nicht beeinflussen.


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