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Damit die Qualität stimmt

Datenplattform für den Produktentwicklungsprozess im digitalen Zeitalter 
Damit die Qualität stimmt

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Transparente Entwicklungsprozesse, ein gemeinsames Systemverständnis und eine gute, vernetzte Zusammenarbeit intern und mit Marktteilnehmern liefern die Basis für eine wirtschaftliche, schnelle, agile und erfolgreiche Produktentwicklung Grafik: Plato
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Die Komplexität von Produkten steigt. Bieten herkömmliche Systeme für das Product-Lifecycle-Management (PLM) noch eine geeignete Plattform, um diesen Anforderungen gerecht zu werden? Welche Rolle spielt die Einbindung des Qualitätsmanagementprozesses in einer neuen Generation von PLM-Systemen? Plato (Halle 8, Stand 8303) hat darauf eine Antwort.

Erfolgreiche technische Produkte zeichnen sich heute durch eine kurze Innovationszeit, eine hohe Zahl an Varianten und perfekte Qualität aus. Schon die ersten Schritte im Entwicklungsprozess von Produkten und Prozessen brauchen optimale Bedingungen, um eine effiziente und methodische Unterstützung sowie interdisziplinäre Entwicklung zu ermöglichen.

Die Komplexität von Produkten nimmt dramatisch zu. Eine IDC-Studie zum Internet of Things stellt die Prognose auf, dass die Anzahl der vernetzten Dinge von weltweit aktuell 12,1 Milliarden bis zum Jahr 2020 auf 30,3 Milliarden ansteigen wird. Einst einfache Produkte verwandeln sich in Systeme von Systemen. Diese verlangen einen neuen Ansatz für Produktentwicklung, Fertigung und Supply Chain Management. Neben der Produktkomplexität sorgen ein erhöhter Software-Anteil, global vernetzte Wertschöpfungsketten und stark verkürzte Produkteinführungszeiten zu einer steigenden Anzahl von Qualitätsproblemen. Die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften wird für Unternehmen, die auf schnelle Innovationen setzen, zu einer Herausforderung werden.

Ein Beispiel verdeutlicht die Komplexität: Ein modernes Fahrzeug benötigt über 200.000 Elemente für die Repräsentation der Gesamtarchitektur inklusive der Vernetzung. Diese führen im Laufe des Produktlebenszyklus zu Änderungen in einem mittleren sechsstelligen Bereich. Dies hat ein Datenvolumen zur Folge, welches nur durch intelligente Benachrichtigungen und Bewirtschaftung beherrscht werden kann.

Traditionelle PLM-Systeme und deren geschlossene Architekturen machen es aktuell unmöglich, Innovationen komplexer, intelligenter und vernetzter Produkte zu fördern und die Zusammenarbeit während der Produktentwicklung und -herstellung zu optimieren. Es wird ein offenes Netzwerk benötigt, das eine Zusammenarbeit von Engineering, Design und Fertigung, integrierte Qualitäts- und Service-Informationen sowie eine schnellere Reaktion auf Qualitätsprobleme bietet. Erfüllen die Plattformen diese Eigenschaften, wird sich PLM zu einer Product Innovation Platform entwickeln.

Derartige Plattformen sollten ermöglichen, Entwicklungsteams aus mehreren (oder sogar hunderten) von Unternehmen an Systemen zusammenarbeiten zu lassen und gleichzeitig eine verknüpfte Datenarchitektur (System-Modell) bieten, die mit einem ganzheitlichen Blick die gemeinsame Nutzung von Daten erleichtert. Ein offener, integrierter System-Ansatz muss Teammitgliedern die Fähigkeit geben,

  • durchgehend auf alle Engineering-Informationen zugreifen zu können,
  • durchgehend alle Einflüsse ihrer Engineering-Entscheidungen auf andere Disziplinen zu überblicken und
  • durchgehend robuste Ergebnisse zu erzielen, indem sie auf freigegebene, abgeschlossene und erprobte oder funktionierende Entwicklungen zurückgreifen können.

Hinzu kommt, dass die Digitalisierung neue Möglichkeiten eröffnet, Produkte virtuell umfassend zu entwickeln. Diese Transformation des Entwicklungsprozesses wird nur möglich sein, wenn alle Entwicklungsbereiche und alle Mitarbeiter auf allen Ebenen beteiligt sind. Neben den digitalen Modellen wird das Zusammenspiel der Entwicklungswerkzeuge für den neuen digitalen Entwicklungsprozess von entscheidender Bedeutung sein.

Frühzeitige Vernetzung bewirkt
eine bessere Kontrolle über die Qualität

Die Unfähigkeit, PLM zu skalieren, hat dazu geführt, dass verschiedene Teams in der gesamten Organisation in ihren eigenen Silos arbeiten. Mit der Verwendung verschiedener Tools ist die Zusammenarbeit tatsächlich schwieriger geworden, und das Problem ist nun mehrdimensional:

  • funktionsübergreifend – Design, Analyse, Qualität, Planung, Fertigung, Service, etc.
  • fachübergreifend – Systeme, mechanisch, elektronisch, Software, Funktionale Sicherheit
  • über die gesamte Lieferkette hinweg.

Die Realität ist, dass sich diese Systeme weitgehend auf das 3D-Datenmanagement im computergestützten Design (CAD) konzentriert haben. Sie sind nicht ausreichend gerüstet, um breitere geschäftsrelevante Probleme anzugehen und die globale Zusammenarbeit von Ingenieuren verschiedener Fachrichtungen aus den Bereichen Mechanik, Software und Elektro/Elektronik während des gesamten Lebenszyklus zu koordinieren.

Mit dem Blick auf das Qualitätsmanagement ist es wichtig, einen Rahmen vorzugeben, in dem Entscheidungen durch ein vernetztes und methodisches Vorgehen getragen sind. Viele Unternehmen verwenden jedoch eigenständige Systeme und Tabellenkalkulationen zur Qualitätskontrolle, zur Erstellung von Informationssilos und Prozesslücken. Das Ergebnis dieses getrennten Ansatzes spiegelt sich in der wachsenden Zahl von Produktrückrufen wider, die zu kostspieligen Geldbußen und Markenschäden führen.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass die Product Innovation Platform den Qualitätsmanagementprozess integriert. Interdisziplinären Teams und einer erweiterten Lieferkette sollte ebenfalls diese leistungsstarke Plattform zur Verfügung gestellt werden, um Risiken zu identifizieren und zu managen, die Qualität zu verbessern, Kundenanforderungen zu erfüllen und Umwelt-, Sicherheits-, medizinische und andere Formen der Compliance zu erreichen.

Eine weitere wichtige Rolle spielt das Lessons Learned bei der Wahl einer geeigneten Produktinnovationsplattform. Rare Entwicklungskapazitäten sollten sich hauptsächlich um die Änderungen kümmern, die für neue Produkte beziehungsweise Varianten entscheidend sind. Entsprechend sollten alle Verbesserungen, Problembehebungen und Korrekturmaßnahmen in die Wissensdatenbank des Unternehmens einfließen. ■


Der Autor

Marcus Schorn

Vorstand

Plato

www.plato.de


Webhinweis

Wie die Entwicklung mit der Product Innovation Platform e1ns funktioniert, erklärt Plato in diesem Video:
http://hier.pro/PFchV


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