Messtechnik im Einsatz bei Medizintechnik-Anbieter

Weniger ist mehr

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Die PMS 600 kommt im Messraum schwerpunktmäßig bei der Präzisionstechnik und hier insbesondere bei Frästeilen zum Einsatz Bild: Dr. Schneider Messtechnik
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Die Qualitätssicherung von komplexen Teilen durch den Einsatz von weniger Mess- und Prüfmitteln zu optimieren – so lautete die Zielsetzung der Hipp Technology Group. Umgesetzt wurde sie mit Messmaschinen von Dr. Heinrich Schneider Messtechnik (Halle 5, Stand 5501). Die besonderen Vorteile für die Anwender: einfache Handhabung und eine deutliche Zeitersparnis.

Das Medizintechnikunternehmen Hipp Medical konzentriert sich neben dem Prototyping und der Fertigung kundenspezifischer Bauteile und Instrumente vor allem auf schneidende Werkzeuge wie Knochenbohrer, Knochenfräser und Gewindeschneider für den Einsatz in den Bereichen Orthopädie sowie Zahn-, Mund-, Kiefer-Gesichtschirurgie. Die Hipp Technology Group mit ihren 150 Mitarbeitern komplettieren die Unternehmen Nikotec sowie Hipp Präzisionstechnik.

Höchste Priorität genießt die Sicherstellung der geforderten Qualitätsstandards – den eigenen, den Kunden gegenüber und auch mit Blick auf die normativen Anforderungen, schließlich ist man Luft- und Raumfahrt- sowie Medizintechnik- und ISO-9001-zertifiziert. Außerdem sind in allen Industrien, in denen Präzisionsteile zum Einsatz kommen, die Ansprüche an die Reproduzierbarkeit gestiegen.

Deswegen stellte sich Hipp die Frage, wie Mess- und Prüfaufgaben optimiert und rationalisiert werden können. Als Antwort darauf identifizierte man Systeme, die es erlauben, weniger Mess- und Prüfmittel bei Messaufgaben an komplexeren Teilen einzusetzen. Im Rahmen des Auswahlprozesses ließ man sich diverse Systeme von Messtechnikanbietern präsentieren. Das Rennen machte letztlich Dr. Heinrich Schneider Messtechnik. Zum Einsatz kommen die 3D-Multisensormessmaschinen PMS 400 und PMS 600, die Wellenmessmaschine WMM 450 sowie der Messprojektor MV 360

Die WMM 450 steht in der Produktion von Hipp Medical und wird fertigungsbegleitend bei rotationssymmetrischen Drehteilen aus Titan mit geforderter Messdokumentation verwendet. Durch den scannenden Taster ist die Maschine ein deutlich komplexeres als nur ein optisches System geworden.

„In der Wellenmesstechnik haben wir ein klares Alleinstellungsmerkmal durch die vollwertige Integration eines scannenden Tastsystems, der Taumelkompensation des Werkstücks in einem 4-Achsen-System mit Matrixkamera und der Messpunktaufnahme an Schneiden in der Rotation sowie deren Rückführung auf die einzelne Schneide“, sagt Uwe J. Keller, Bereichsleiter Marketing von Dr. Schneider Messtechnik. „Die PMS-Multisensormaschinen von Hipp stehen dem in nichts nach und sind ebenfalls mit einer Drehachse ausgerüstet. Der klare Vorteil hierbei ist, was an der WMM 450 erfolgreich zum Einsatz kommt, lässt sich auch 1:1 an der PMS umsetzen.“

Die PMS wird als Standardmaschine mit einem vielfältigen Ausbauprogramm angeboten, sodass sie jeder Nutzer auf seine Anwendung hin zu einem kundenspezifischen System anpassen kann. Auf Wunsch setzt Dr. Schneider bei der 3D-Multisensor-Portalmessmaschine alles um, was rein physikalisch machbar ist.

Hipp stattete PMS zusätzlich
mit scannendem Taster aus

So verfügt Hipp bei den PMS-Maschinen zusätzlich über einen scannenden Taster, 2D/3D-Pakete und Palettenmessung mit Mehrfachaufspannung, die das parallele Messen mehrerer Teile mit dem Standardprogramm ermöglicht. Während die PMS 400 in der Montage steht und übergreifend von allen Firmen der Gruppe genutzt wird, kommt die PMS 600 im Messraum schwerpunktmäßig bei der Präzisionstechnik und hier insbesondere bei Frästeilen zum Einsatz.

Direkt neben der PMS 600 befindet sich der Messprojektor MV 360, der auch gute Dienste im Rahmen der Ausbildung der zukünftigen Fachkräfte leistet, damit sich diese in die Welt der Messtechnik einarbeiten können. Als Mess- und Auswertesoftware wird beim Projektor M2 und ansonsten die Saphir von Dr. Schneider Messtechnik eingesetzt.

Das Einsatzspektrum der Messsysteme ist breit aufgestellt: Fertigungsbegleitende Prüfungen bei der Zerspanung, beim Drehen und beim Fräsen ebenso wie Messungen zwischen den Arbeitsschritten sowie in den Bereichen Warenein- und -ausgang, jeweils nach Anforderung alle Teile oder nur Stichproben.

Zudem werden Produkte, die zu einem Oberflächenbeschichter gehen, vorher wie nachher geprüft. „Wir haben bei Hipp eine relativ hohe Breite an Produkten, bei der wir mit unseren Systemen ganz unterschiedliche Dinge messtechnisch abdecken. Da die Maschinen der PMS- und WMM-Serie allesamt mit Saphir arbeiten, bieten wir in Sachen Bedienbarkeit eine Kompatibilität in die Breite, nicht nur innerhalb der Linie“, so Keller. „Die Anwendungsaufgaben bei Hipp haben unsere Anwendungstechniker beschäftigt und teilweise aufgrund ihrer Komplexität sogar gefordert – gelöst wurde schlussendlich aber alles zur vollständigen Zufriedenheit des Kunden.“

Die Messsysteme von Dr. Schneider Messtechnik haben sich bei Hipp absolut bewährt. So weiß vor allem die Kombination aus taktiler und optischer Messung bei den Maschinen der PMS- und WMM-Serie zu beeindrucken. Dank Multisensorik bieten die Systeme zudem den großen Vorteil, komplexe Teile am Stück messen zu können. Hinzu kommt die Zeitersparnis, weil die zu vermessenden Teile nicht mehrmals ein- und ausgespannt sowie transportiert werden müssen.

„Die Messsysteme von Dr. Schneider erfüllen unsere Erwartungen. Vor allem komplexe Dreh- und Frästeile können wir mit ihnen schneller und einfacher messen, zumal wir Teile mit über 500 Prüfmerkmalen haben“, berichtet Daniel Teufel, Assistent der Geschäftsleitung der Hipp Technology Group. „Früher mussten wir ein Teil vielleicht noch auf den Projektor legen, dann den Messschieber sowie Lehren nutzen und zu guter Letzt eine Makroaufnahme mit einem 2D-Mikroskop machen. Das alles fällt nun weg, das kann jetzt eine einzige Maschine.“ ■


Der Autor

Theo Drechsel

im Auftrag von

Dr. Heinrich Schneider
Messtechnik

www.dr-schneider.de


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