Normale und Kalibrierstrategien

Wenn es um große Bauteile geht

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Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) richtet ein neuen Kompetenzzentrum Windenergie ein. Hier wird ab Ende 2017 ein Groß-Koordinatenmessgerät mit einem Messvolumen von 5 m x 4 m x 2 m für Kalibrierzwecke zur Verfügung stehen.

Wenn es um große Bauteile geht

Bis zum Jahr 2035 sollen nach Angaben der Bundesregierung mehr als 50 % des Bruttostromverbrauches aus erneuerbaren Energien erzeugt werden. Windenergieanlagen hatten im Jahr 2015 einen Anteil von 44 % an der Gesamtheit aller beteiligten erneuerbaren Energieträger. Jedoch gibt es bei Windenergieanlagen eine relativ hohe Ausfallrate, die in vielen Fällen auf Getriebeschäden zurückzuführen ist.
Daher entwickelt die PTB im Rahmen eines EU-Projekts gemeinsam mit anderen europäischen Metrologieinstituten sowie Partnern aus Industrie und Wissenschaft für verschiedene Getriebekomponenten industriegerechte Normale und Kalibrierstrategien. Neben zwei Großverzahnungsnormalen verfügt die PTB über ein großes Lagerringnormal sowie zwei Evolventennormale mit und ohne Welligkeit zur Bewertung der Leistungsfähigkeit von taktilen Verzahnungsmessungen unter anderem im Scanningbetrieb. Diese Normale werden auch in nationalen und internationalen Ringvergleichen eingesetzt.
Ein weiterer Schwerpunkt dieses Projektes ist die Weiterentwicklung des „Virtuellen Koordinatenmessgerätes“ für die Messung von Großbauteilen zur Ermittlung der aufgabenspezifischen Messunsicherheit als wesentliches Maß in der Qualitätssicherung.
Ein weiteres Thema der PTB auf der Control sind Sub-Nanometer-Strukturen zur Charakterisierung von Topografiemessgeräten: In der PTB steht mit drei Normalen ein vollständiger Satz zur Kalibrierung und Verifizierung von taktil messenden Geräten für die Rauheitsmessung im Nanometerbereich zur Verfügung.
Außerdem ermöglicht ein innovatives Interferometerkonzept eine mehrachsige Auswertung und eine simultane Längen- und Winkelmessung: Durch einfachen Aufbau und die Reduktion der optischen Bauelemente können Störeinflüsse, Justageaufwand und Kosten minimiert werden.
PTB, Halle 4, Stand 4310

40 Jahre Deutscher Kalibrierdienst
40 Jahre Deutscher Kalibrierdienst
Am 19. Mai 2017 wird die PTB mit einer Festveranstaltung in Braunschweig das Jubiläum 40 Jahre Deutscher Kalibrierdienst (DKD) würdigen. Der DKD wurde einst aus der Not geboren, ist aber zu einer unverzichtbaren Institution im deutschen Kalibrierwesen geworden. Er wurde im Jahr 1977 gegründet, um den wachsenden Kalibrierbedarf der deutschen Industrie zu decken. Damals war die PTB nicht mehr länger in der Lage, tausende von Kalibrierungen von Messmitteln für die Industrie mit steigender Tendenz allein durchzuführen. So wurde Kalibrierlaboratorien die Möglichkeit eröffnet, unter der Aufsicht der PTB Kalibrierungen für die Industrie durchzuführen. Dabei sollte einheitlich und auf hohem Qualitätsniveau gearbeitet werden. Deshalb bildeten sich Fachausschüsse, in denen mit Beteiligung der PTB-Fachlaboratorien messtechnische Erfahrungen ausgetauscht werden und Richtlinien für die Arbeit im Laboratorium erarbeitet werden. Dieses Prinzip ist noch heute gültig und soll deshalb gemeinsam mit den akkreditierten Kalibrierlaboratorien und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefeiert werden.
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