Computertomografie Audi setzt auf Vorsprung durch CT-Technologie - Quality Engineering

Computertomografie

Audi setzt auf Vorsprung durch CT-Technologie

Rolf Schappat (rechts), verantwortlich für die Werkstofftechnik Fahrwerk, Strukturguss und Festigkeit in der Qualitätssicherung bei Audi, und Peter Kramm, Produktmanager bei Yxlon Bild: Yxlon
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Audi hat seit einem halben Jahr in der Werkstofftechnik ein FF20 CT, ein hochauflösendes Computertomografie-System der neuen Generation von Yxlon, im Betrieb. Die Verantwortlichen beim Ingolstädter Autobauer loben vor allem die verschiedenen Möglichkeiten, Scans von Bauteilen durchzuführen – und die leichte Bedienbarkeit.
Zur Unterstützung der Technischen Entwicklung betreibt Audi bereits seit 2003 zwei CT-Systeme. Damit führt Rolf Schappat, verantwortlich für die Werkstofftechnik Fahrwerk, Strukturguss und Festigkeit in der Qualitätssicherung bei Audi, mit seinem Team Analysen im Rahmen der präventiven Qualitätssicherung durch, um Fehler frühzeitig aufzeigen und abstelle zu können. Dabei geht es unter anderem um Schadensanalysen, zum Beispiel bei Montagefehlern von Quick-Connektoren in der Vorserienphase oder Auffälligkeiten in Elastomer-Lagen nach einer Abnahmefahrt. Außerdem werden Tests nach den in der VW-Norm festgelegten Prüfvorschriften abgearbeitet oder die inneren Strukturen von zum Beispiel Gussteilen nach ihrer Porosität bewertet.
Im Sommer 2016 hat Yxlon Audi ein FF20 CT, ein hochauflösendes CT-System der neuen Generation, zur Verfügung gestellt. Ziel war es, im intensiven Austausch die Weiterentwicklung des Systems, insbesondere der neuen grafischen Benutzeroberfläche mit Touch-Bedienung, voranzutreiben.
„Überrascht haben mich die vielen Möglichkeiten, wie man einen CT-Scan durchführen kann“, sagt Schappat. „Zum einen mittels kontinuierlichem Drehen, was als Quickscan bezeichnet wird. Dann die typische Kegelstrahl-CT im Start-Stopp-Betrieb. Damit hat man die Möglichkeit, einzelne Aufnahmen zu mitteln, um ein optimales Signal-zu-Rausch-Verhältnis zu bekommen. Und zusätzlich kann ich auch noch das Helix-Verfahren nutzen, das von der Mathematik her viel besser ist.“
Sehr gut gefällt ihm die sogenannte virtuelle Rotationsachse: „Damit kann ich gezielt Aufnahmen von bestimmten Bereichen im Prüfteil machen, ohne das Prüfteil besonders auszurichten. Das ist in der Regel bei hohen Vergrößerungen nämlich sehr umständlich. Außerdem sind die Ergebnisse mit den Livebild-Filtern beeindruckend.“
Auch die Möglichkeit des FF20 CT, ein Prüfteil per Touch-Geste „heranzoomen“ zu können wie auf einem Smartphone, gefällt dem Audi-Experten sehr gut. „Ansonsten war die Bedienung per Touch für mich, um ehrlich zu sein, eine große Umgewöhnung“, gesteht er. „Aber vielleicht ist das auch eine Generationsfrage. Meine jüngeren Kollegen hatten damit überhaupt kein Problem.“
Das FF20 CT ist ausgestattet mit einem sogenannten Transmissionsstrahler für eine sehr hohe geometrische Vergrößerung, sodass eine bestmögliche Detailerkennbarkeit gewährleistet ist. Schappat: „Das erforderte für mich ein Umdenken. Man hat eine viel kleinere Dosis, viel weniger Röntgenquanten als mit normalen Mikrofokus- oder gar Minifokus-Röhren, mit denen ich lange Jahre Erfahrung habe. Sehr geholfen hat mir der in einem weiten Bereich einstellbare Röhren-Detektor-Abstand. Auch die verschiedenen Detektor-Modi – verschiedene Verstärkungen, in einem weiten Bereich einstellbare Belichtungszeiten – sind hilfreich.“ Doch die Höchstauflösung ermöglicht Schappats Team nun Risserkennungs- und Gefügestrukturenanalyse oder bei der Verchromung von Kunststoffen die Dickenbestimmung innerhalb des Schichtaufbaus, der sich durch die chemische Vorbehandlung ergibt.
Lesen Sie das vollständige Interview mit Audi hier.
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