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„Es geht in Richtung vollständige Erfassung des Werkstücks“

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„Es geht in Richtung vollständige Erfassung des Werkstücks“

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Dr. Ralf Christoph Inhaber und Geschäftsführer Werth Messtechnik Bild: Werth

Welche Trends sehen Sie aktuell in der Qualitätssicherung?

Es geht weiter in Richtung der vollständigen Erfassung des Werkstücks und zunehmender Integration der Sensorik der Koordinatenmessgeräte. Auch wird die Messtechnik immer enger in den Fertigungsprozess eingebunden, verstärkt gilt dies für Geräte mit Röntgentomografie. Messungen von Aluminium-Werkstücken mit jeweils circa 100 Merkmalen im Ein-Minuten-Takt sind ein Beispiel. Bei leicht zu durchstrahlenden Materialien wie Kunststoff wird die Röntgentomografie schon bald eine zwingende Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit der Hersteller sein.

Die smarte, vernetzte Produktion ist für die Anwender ein großes Thema. Welche Konsequenzen hat das für die QS?

Für die Messtechnik bedeutet das zunächst, eine digitale Messpunktewolke des Werkstücks zu erzeugen. Dies wird am effizientesten durch eine Vielpunktmessung mit mehrdimensionalen optischen Abstandssensoren oder durch Röntgentomografie realisiert. Neben einer schnellen Erstbemusterung ist auch eine direkte Einflussnahme auf die Produktqualität möglich, zum Beispiel durch Korrektur von Spritzgusswerkzeugen.

Welches Highlight präsentiert Ihr Unternehmen auf der Messe in diesem Jahr?

Eine unserer Neuheiten hat direkten Bezug zur vorhergehenden Frage. Die neue Funktion ShapeCorrect erzeugt auf Basis der CT-Messdaten direkt in der Messsoftware ein modifiziertes CAD-Modell. Damit entfällt die aufwändige Flächenrückführung, und die Anzahl der Korrekturschleifen im Entwicklungsprozess von Kunststoffspritzguss-Werkzeugen oder in der additiven Fertigung wird minimiert. Die Streustrahl-Artefakt-Reduzierung erlaubt hochgenaue CT-Messungen auch dichter Materialien mit großen Durchstrahlungslängen. Außerdem stellen wir eine neue, kompaktere Version der Gerätereihe ScopeCheck FB DZ mit größeren Messbereichen und zwei unabhängigen Sensorachsen vor. Mit diesen Geräten ist noch flexibleres Messen in der Fertigungsumgebung möglich. Der optische Abstandssensor Werth Interferometer Probe WIP ist besonders für berührungslose Messungen schwer zugänglicher und empfindlicher Geometrien geeignet. Mit dem WIP/RS können auch Rundheitsmessungen an Bohrungen oder Wellen mit geringsten Messabweichungen von etwa 100 Nanometern durchgeführt werden. Die neue Version 8.42 unserer Messsoftware Winwerth ermöglicht unter anderem eine Prüfplanerstellung auf der Grundlage von PMI-Daten – die vom Konstrukteur definierten Maße inklusive Sollwerten und Toleranzen können direkt aus dem CAD-Modell übernommen werden.



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