Softwaregestützte Automation vereinfacht Prozesse im Werkzeug- und Formenbau Automation ist Trumpf - Quality Engineering

Softwaregestützte Automation vereinfacht Prozesse im Werkzeug- und Formenbau

Automation ist Trumpf

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Die messtechnische Hardware von Hexagon, die auch für den Einsatz unter rauen Industriebedingungen konzipiert ist, und die bedienerfreundliche Software werden bei Zimmer & Kreim direkt in die Fertigungszelle integriert Bild: Hexagon
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Durch die Integration der Messtechnik in die Produktionszelle gewinnen die Kunden des Erodiermaschinenbauers Zimmer & Kreim Zeit und Geld. Die Qualitätssicherung findet somit direkt in der Linie findet statt – und die Messtechnik liefert Ergebnisse zurück an die Bearbeitungsmaschine.

Seit der Unternehmensgründung von Zimmer & Kreim vor mehr als 30 Jahren haben sich die Kundenanforderungen enorm verändert. „Als mittelständisches Unternehmen mit vielfältigem und hohem Expertenwissen unter einem Dach, mit der Offenheit für Neues und mit einem klugen Blick über den Tellerrand hinaus leben und praktizieren wir bereits seit Jahren Industrie 4.0“, erklärt Michael Huth, Leiter Vertrieb und Marketing.

Um den individuellen Anforderungen seiner Kunden gerecht zu werden, kombiniert das mittelständische Maschinenbauunternehmen mit Sitz in Brensbach/Odenwald innovative Technologien und viel Erfahrung. „Auf diese Weise bringen wir Hard- und Software in ein effizientes Zusammenspiel“, so Huth. In Hexagon (AMB: Halle 7, Stand B50) habe der Maschinenbauer „einen verlässlichen Partner gefunden, um unsere Prozesse weiter zu optimieren und einen hohen Automationsgrad zu erreichen“.

Auch für die Kunden aus dem Werkzeug- und Formenbau hat sich in den vergangenen Jahrzehnten vieles verändert. Designwechsel und der Wunsch nach mehr Individualität erfordern eine deutlich höhere Flexibilität und kleinere Chargen. Wurden früher aus einer Ur-Form rund 5 Millionen Teile produziert, sind es heute meist nur noch 500.000 Stück. Die geforderte Rückführbarkeit bedingt eine Nachweisverpflichtung. Hier helfen RFID-Chip und QR-Codes, die mitgelieferten Messprotokolle zuzuordnen. Sie ermöglichen die Identifikation der Einzelteile und ersparen dem Endkunden eine Wareneingangskontrolle. Beim Andruck des Lieferscheins wird das passende Messprotokoll automatisch mit ausgedruckt. Aus Wettbewerbsgründen und aufgrund kürzerer Produktlebenszyklen ist eine volle Kapazitätsauslastung unabdingbar. Rund-um-die-Uhr-Schichten erhöhen aber auch die Personalkosten.

Zimmer & Kreim liefert die Bausteine für automatisierte Lösungen zum präzisen Fräsen oder Erodieren, die sich in vorhandene Abläufe integrieren lassen. Bei sich verändernden Anforderungen können die Systeme angepasst und ausgebaut werden.

Durch die Integration der Messtechnik in die Produktion gewinnen die Kunden von Zimmer & Kreim nicht nur Zeit, sondern sparen lange Wege und Geld. Statt im Messlabor, findet die Qualitätssicherung an der Linie statt. Mögliche Fehler werden so frühzeitig erkannt und abgestellt. Der Weg vom Rohteil zum Fertigteil wird durch die Einbindung der Messungen in die Abläufe vereinfacht und die Ressource Personal dabei geschont. Die messtechnische Hardware, die auch für den Einsatz unter rauen Industriebedingungen konzipiert ist und die bedienerfreundliche Software lassen sich direkt in die Fertigungsabläufe integrieren. Die Mitarbeiter der Fertigung bedienen die selbsterklärende Software, während sich die Experten der Qualitätssicherung auf andere Aufgaben konzentrieren können. Eine kontinuierliche Anwesenheit der Fachkräfte während des Schichtbetriebes ist nicht mehr zwingend erforderlich.

Mit der Software Preset & Measure von Hexagon lassen sich die Versatzdaten für das Voreinstellen der Elektroden problemlos ermitteln. Eine datentechnische Verbindung zwischen Produktionslinie und Messraum ermöglicht die Qualitätsmessung in der Fertigung. Ergänzt durch den Hexagon Inspection Planer werden diese Versatzdaten und Qualitätsmesspunkte schnell offline am CAD-Modell generiert und anschließend automatisch am realen Bauteil gemessen. Ein leistungsfähiger und flexibler Postprozessor stellt die ermittelten Messdaten im gewünschten Format für die Weiterbearbeitung mit der Erodier-, Fräs- oder anderen Maschinen zur Verfügung. Der Supervisor fungiert als Schnittstelle zwischen dem Roboter SPS und der Messtechnik; er kann flexibel an die bestehende Hard – und Softwareumgebung angepasst werden.

Synergieeffekte wie zum Beispiel
Anpassung der Software an die Elektrodenmessung

Die Kooperation beider Unternehmen hat zu Synergieeffekten geführt. Einerseits konnte die Software immer besser an die Anforderungen der Elektrodenmessung angepasst werden, andererseits wurde die Hardware vereinfacht. Die Entwicklung eines Schnittstellen-Steckers, der die bisherigen Klemmen ersetzt, erleichtert beispielsweise nun die Inbetriebnahme deutlich und hilft auch, Fehler bei der Installation zu vermeiden.

Die Interpretation der eingehenden Signale kann weiterhin im Supervisor flexibel angepasst werden. Die offenen Schnittstellen der Software ermöglichen beste Integration der Messungen in den Produktionsprozess und Rückmeldung in übergeordnete Leitsysteme wie zum Beispiel ERP-Systeme. Dadurch sind individuelle Kundenwünsche mit wenigen Programmierungsschritten umsetzbar. Solche Parameter machen die Inbetriebnahme des Gesamtsystems deutlich einfacher, sicherer und letztendlich kostengünstiger.

Künftig will Zimmer & Kreim seine Marktpräsenz mit Automations- und Softwarelösungen für den Messraum ausbauen. Die Ausstattung mit moderner Messtechnik sowie schnelle Reaktion auf Marktveränderungen sind hierfür unerlässlich. Die Zusammenarbeit mit Hexagon eröffnet in diesem Zusammenhang neue Wege. Zumal das Wetzlarer Unternehmen als globaler Anbieter auch in Asien stark vertreten ist, wo ebenfalls zahlreiche Kunden von Zimmer & Kreim ansässig sind. Das stellt kurze Informationswege und schnelle technische Hilfe vor Ort sicher. „Wir gehen erst von der Baustelle, wenn beim Kunden alles optimal läuft und seine Mitarbeiter mit allen Prozessen vertraut sind“, erklärt Huth die Philosophie seines Unternehmens. ■


Der Autor

Steffen Richter

Application Engineer

Hexagon Manufacturing Intelligence

www.hexagonmi.com



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