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Maschinenbauer optimiert Lieferantenmanagement

Lieferantenmanagement
Maschinenbauer optimiert Lieferantenmanagement mit QM-Software

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Mit dem Cloud-Service Spot lässt sich eine Vielzahl von Aufgaben und Maßnahmen zwischen Geschäftspartnern teilen Bild: Babtec
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Maschinenbauer Eickhoff nutzt Qualitätsmanagement-Software aus der Cloud. Das System kommt auch zum Einsatz, um die Zusammenarbeit mit seinen Lieferanten zu verbessern. Dadurch konnte das Reklamationsaufkommen kontinuierlich gesenkt werden. Auch die Weitergabe qualitätsrelevanter Vorgabedokumente an die Zulieferer wurde optimiert.

Eickhoff stellt Maschinen für Rohstoffgewinnung und Windkraftgetriebe her, die aus bis zu 3000 Einzelteilen bestehen und sich unter extremen Bedingungen bewähren müssen. Kein Wunder also, dass nichts dem Zufall überlassen wird: Vom Wareneingang über das Prüfmittelmanagement bis hin zur fertigungsbegleitenden Prüfung lässt sich die gesamte Produktentstehung über die QM-Software von Babtec nachverfolgen.

Doch genauso wichtig wie firmeninterne Prozesse sind gute Kommunikation und Zusammenarbeit mit den Geschäftspartnern wie etwa Lieferanten. Schon seit der Einführung der cloudbasierten Plattform Babtec Qube im Jahr 2016 war das global tätige Familienunternehmen von den Vorteilen für die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Kunden und Lieferanten überzeugt. Im ersten Schritt hat die Nutzung dazu geführt, dass sowohl die umständliche E-Mail-Kommunikation zwischen Eickhoff und den Zulieferern als auch die Reklamationsbearbeitung durch den geführten 8D-Report in der Cloud deutlich wirksamer und schlanker geworden sind. Auf der Cloud-Plattform können sich alle Lieferanten kostenfrei registrieren und anschließend mit Eickhoff kommunizieren.

Durch die intuitive Nutzung der Software konnte nicht nur der Schulungsaufwand für die Lieferanten gering gehalten, sondern auch das Reklamationsaufkommen kontinuierlich gesenkt werden. Qube ist heute nicht nur in der Qualitätssicherung von Eickhoff der bestimmende Kanal für das Lieferantenmanagement, sondern auch für alle anderen Abteilungen – vom Vertrieb über den Einkauf bis zur Konstruktion.

Auf dem Weg zur digitalen Fabrik

Die Digitalisierung der Prozesse verkürzt die Kommunikationswege deutlich, was sich auch an einer schnelleren und verlässlicheren Bearbeitung der Reklamationen ablesen lässt. So werden etwa 75 % aller Reklamationen über den Qube abgewickelt und 90 % davon sind rechtzeitig abgearbeitet. Der Cloud-Service hat so bei Eickhoff den Wandel zur intelligenten und vernetzten Fabrik der Zukunft eingeleitet.

Neben der Reklamationsbearbeitung nutzt Eickhoff das Portal zusätzlich für eine effiziente Weitergabe qualitätsrelevanter Vorgabedokumente an seine Zulieferer. Bis vor kurzem wurden zum Beispiel 16.000 zu verwaltende Varianten manuell über E-Mail geteilt, was sich zunehmend als intransparent, fehleranfällig und zeitintensiv gestaltete. Ein wiederkehrender Fehler, der in den Wareneingängen bei Eickhoff festgestellt wurde, war die Fertigung von Bauteilen bei den Zulieferern nach einem falschen Revisionsstand der Eickhoff-Spezifikationen.

Die neue Vorgehensweise über den Babtec Qube schafft hier eine deutliche Verbesserung: Im Rahmen eines schnittstellen-übergreifenden Projektes hat Eickhoff neben den ohnehin schon für die Reklamationsbearbeitung angemeldeten Lieferanten sämtliche aktive Zulieferer in den Qube eingeladen. Nach der Registrierung erhalten die benannten Mitarbeiter der Zulieferer über den Qube-Service Spot automatisch die jeweils gültigen Vorgabedokumente.

Für die Verwaltung der Vorgabedokumente und das Anstoßen der Verteilung mussten lediglich geringe Anpassungen in der Software BabtecQ bei Eickhoff vorgenommen werden. Ändert sich ein Vorgabedokument, werden automatisch alle davon betroffenen Lieferanten per Aufgabe über den Qube informiert. Die Verteilung der Aufgaben erfolgt dann mit entsprechend beigefügtem, geänderten Vorgabedokument über Spots.

Im Anschluss erhält Eickhoff direkt im CAQ-System eine Bestätigung, dass die neuen Dokumente zur Kenntnis genommen wurden. Ab diesem Zeitpunkt gelten die Vorgabedokumente als akzeptiert und sind Teil der Geschäftsbeziehung. Auch der Lieferant behält durch die übersichtliche Historie stets den Überblick darüber, welche Vorgabedokumente er berücksichtigen muss.

Die automatisierte Bereitstellung der jeweils gültigen Vorgabedokumente an die Lieferanten schafft mehr Transparenz und vermeidet fehlerhafte Bauteile. Das Unternehmen plant daher, das Verteilen der Vorgabedokumente, Reklamationen und auch Lieferantenbewertungen über die bereits registrierten 173 Lieferanten auf alle aktiven Lieferanten der Eickhoff-Gruppe auszudehnen.

Dabei eignet sich der Service Spot nicht nur für das Management der Vorgabedokumente: Mit ihm kann eine Vielzahl von kleineren oder größeren Aufgaben und Maßnahmen zwischen Geschäftspartnern geteilt werden. Eickhoff nutzt seit kurzem den Qube für die Verteilung einzelner Aufgaben oder ganzer Maßnahmen im Rahmen der Lieferantenentwicklung. So können Projekte oder sogar Feststellungen aus Audits über einzelne Spots mit den Lieferanten geteilt werden. Aufgrund der Unterteilung in einzelne Aufgaben ist für alle Beteiligten erkennbar, welche Arbeitsschritte bereits erfolgreich umgesetzt wurden und welche offen oder noch nicht begonnen worden sind. Gerade im Vergleich zum E-Mail-Verkehr ergibt sich so ein nachvollziehbarerer Dialog, bei dem beide Seiten den Überblick behalten. ■

Babtec Informationssysteme GmbH
Clausenstraße 21
42285 Wuppertal
Tel. +4920249600
www.babtec.de


Die Autoren

Thomas Mandroschek

David Herberg

Lieferantenmanagement

Eickhoff
www.eickhoff-bochum.de

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